Unter den Zaren Iwan Kalita, Iwan III. dem Großen und dem letzten der Rurikidenherrscher Iwan IV dem Schrecklichen bis hin zu Peter dem Großen aus dem Hause Romanow expandierte Russland. Von der sibirischen Grenze im Osten, bis zum Schwarzen Meer im Süden und mit der Hauptstadt Sankt Petersburg an der Ostsee wurde Russland zur flächenmäßig größten Nation der Welt und stellte den Anspruch das byzantinisch-christliche Erbe anzutreten. Um diesem Anspruch, ihrem Ermessen nach gerecht zu werden, musste sich Russland die Ukraine und die Krim einverleiben, wodurch automatisch die Spannungen mit dem osmanischen Reich immer größer wurden und zum russisch-türkischen Krieg.
„Die Sammlung russischer Erde“, das Dogma russischer Zaren, veranlasste Peter den Großen Russland aufzurüsten und eine moderne Flotte aufzubauen, um dieses zu einer europäischen Großmacht zu formen, dessen Grenzen im Osten jedoch bis nach Japan reichen sollten. Der Stamm der Rurikiden und das Haus Romanow hatten Russland zu einer Großmacht und Weltreich geformt.

Zar Peter der Große

Zar Peter der Große (1672-1725) modernisierte Russland, regierte jedoch mit eiserner Hand. Er war ein weltlicher, kein spirituell orientierter Herrscher. Der Zar interessierte sich für die Lebensweise der Westeuropäer, unterhielt diplomatische Beziehungen in den Westen, bereiste selbst Europa mit seiner „Großen Gesandtschaft“ und ließ 1724 in Russland die erste staatliche Universität in Sankt Petersburg gründen, um den Bildungsstand der russischen Bevölkerung zu heben. Sowohl durch die Notwendigkeit gezwungen, als auch aus persönlichem Interesse, bemühte er sich darum das russische Reich an den Westen heranzuführen, um sich im Wettkampf der Nationen zu behaupten. Er erkannte, dass Russland in vielen Bereichen, ins besonders gegenüber dem technisch-militärischen Fortschritt der westlichen Nationen, dringenden Nachholbedarf hatte.

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Zar Peter der Große / Heinz Fischer

Dem ausgeprägten Fortschritt- und Expansionsstrebens des Zaren Peter der Große verdankt Russland die erfolgreiche Expansion und Modernisierung Russlands.  Durch Krieg gegen die Krimtataren schuf er Russland einen Zugang zum schwarzen Meer und begann mit der Rückendeckung von Polen-Litauen einen Krieg gegen die Osmanen. Im Großen Nordischen Krieg besiegte er in einer Allianz mit Sachsen-Polen und Dänemark-Norwegen die Schweden, sodass Russland zur Europäischen Großmacht aufstieg und der strategisch wichtige Zugang zur Ostsee für Russland sichergestellt war.

Iwan Masepa, Iwan Skoropadskyj und Iwan Wyhowskyj

Hierbei wurde er anfänglich in militärischer Hinsicht auch von den Kosaken unter dem Hetman Iwan Masepa unterstützt, bis dieser die Seiten wechselte und sich mit den Schweden gegen Russland verbündete.
Die Kosaken waren freie Reiterverbände, die sich aus geflohenen Leibeigenen, Abenteurer, Soldaten und Abtrünnigen aus Polen, Ukraine und Russlands zusammensetzten, jedoch im Laufe der Zeit durch ihre Macht in den südlichen Steppengebieten Osteuropas zu einem eigenen „Staat im Staate“ Russland wurden. Sie beschützten das russische Reich im Süden gegen Einfälle der Türken und Tataren, als auch gegen die Polen und später die Schweden, als Verbündete des Zaren im Nordischen Krieg.

Da Zar Peter der Große die Kosakenverbände als Kanonenfutter in seinen Kriegen verheizte und zugleich seine Politik, die damals geltende Autonomie der Ukraine bedrohte, vollzogen die Kosaken unter Iwan Masepa einen Seitenwechsel und er versprach dem kriegshungrigen Schwedenkönig Karl XII. die Unterstützung der Kosaken, wenn sie in Russland einmarschieren.

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Iwan Masepa / Wlodomir Selenskyj

Zar Peter reagierte auf diesen Verrat Masepas mit der kompletten Zerstörung der Stadt Baturyn, dem Hauptsitz der Kosaken. Er schlug Iwan Masepa in die Flucht und ernannte Iwan Skoropadskyj zum neuen Hetman der Kosaken. Dieser verlegte die Hauptstadt der Kosakenhetmanate aus dem zerstörten Baturyn nach Hluchiw, nahe der Grenzen zu Russland und Weißrussland.

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Iwan Skoropadskyj / Alexander Lukaschenko

Erkennen Sie die mehrfachen historischen Parallelitäten, sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart betreffend? Vorausgesetzt meine These zu Iwan Masepa stimmt, dann sehen wir, wie dieser sich erneut von Russland ab- und dem Westen zuwendet, wenn er diese Situation auch von seinem Vorgänger Petro Poroschenko geerbt hat. Es geht erneut um die Autonomie der Ukraine und Russland reagiert mit Einmarsch und Krieg. Zar Peter der Große agierte damals erfolgreich, ganz besonders durch seinen klugen Schachzug einen neuen Hetman mit Iwan Skoropadskyj wählen zu lassen.

Dass jedoch das Misstrauen Russlands gegenüber den Kosaken groß war, lag nicht nur am unmittelbaren Verrat ihres Hetman Iwan Masepas. Im Russisch-Polnischen Krieg 1654-1667 wechselte der Hetman Iwan Ostafijowytsch Wyhowskyj die Seiten und wurde aus Sicht der Russen zum Verräter. Später sollte dieser versuchen Kiew von den Russen zurückerobern, was jedoch fehlschlug. Können derart viele historische Parallelitäten ein Zufall sein? Wenn auch mit dem Unterschied, dass er jetzt in Kiew sitzt und dieses vor den Russen verteidigt. Man bekriegt sich erneut.

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Iwan Wyhowskyj / Wladimir Klitschko

Radix Wlodomir Selenksyj

Blicken wir in die Radix von Wlodomir Selenksyj, um etwaige historische Parallelitäten darin zu entdecken. Wir verstehen auf alle Fälle die Übereinstimmung seines Sonnenzeichens Wassermann, dem Zeichen der Selbstbestimmung und dem Streben nach Unabhängigkeit, mit der Figur des Iwan Masepa, der für die Autonomie der Ukraine gekämpft hat. Der aktuelle Transit von Pluto (Machtkonflikte, Ohnmacht) in Opposition zu seinem Mars (Krieg) zeigt uns erneut eine militärische Auseinandersetzung an, die er gegen einen übermächtigen Gegner wie damals führt und er hierbei andere Mächte in diesen Krieg (Mars) verstrickt und mit hineinzieht (Pluto).

W. Selenskyj Radix + Transite (Geburtszeit 12:00) Erstellt mit Astroplus

Mit Saturn/Regulus sehen wir den Aufstieg eines Anführers, der karmisch belastet ist. Mit Altair in Opposition zum Mars wird er einen bedeutsamen Krieg gegen jemand führen, der ihm überlegen ist. Mit Polaris/Jupiter/Ukraina glaubt er an die Ukraine und die Ukraine an ihn. Da jedoch Jupiter in den Zwillingen im Exil steht, muss er seine Größe (Jupiter) auf andere stützen, die jedoch im Zweifel (Zwilling) sind, ob er auch ein wirklich vertrauenswürdiger Partner ist, oder gar ein Verlierer. Wiederholt sich hier eine Geschichte ein paar Jahrhunderte später? Im Grunde ist Geschichte mit Karma gleichzusetzen.
Wir können aus astrologischer Sicht, mit der Opposition des Transitpluto zum Mars davon ausgehen, dass Wlodomir Selenskyjs Präsidentschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu führen wird, dass die gesamte Welt in diesen Krieg mit hineingezogen wird. Iwan Masepa starb auf der Flucht und verlor seine Rebellion (Wassermann/Uranus) gegen Zar Peter den Großen.

Radix Alexander Lukaschenko

Hätte der russische Nationalheld Alexander Newski als Iwan Skoropadskyj nicht auch seine Geschichte fortgesetzt? Er war wie damals als Alexander Newski durch die Mongolen fremdbeherrscht. Russland gewährte unter Zar Peter den Großen, nach dem Verrat der Kosaken unter Iwan Masepa, diesen nur beschränkt ihre Autonomie und Iwan Skoropadskyj musste das Vertrauen von Zar Peter dem Großen zurückgewinnen, um die Autonomie der Kosaken zu verteidigen. Hierbei hatte er jedoch keinen Erfolg. Zar Peter der Große regierte strategisch und politisch souverän, indem er die Position des Hetman bei seinen Untertanen indirekt schwächte, diesen gleichzeitig jedoch geschickt in seine Pläne für das russische Reich einband. Letztlich einverleibte sich Russland im siebzehnten Jahrhundert durch Zar Peter den Großen die Ukraine.
Auch gegenwärtig sehen wir erneut die historische Parallelität, denn Alexander Lukaschenko muss wieder um die Autonomie seiner Nation, in diesem Fall Weißrussland, gegenüber Moskau ringen und ist zugleich als Anführer seiner Nation mit Russland verbündet.

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Alexander Newski, Ivan Skoropadskyi, Alexander Lukaschenko

Geboren unter einer Jungfrausonne im Sextil zu Saturn/Princeps. Man erlangt die Macht und behält die Macht (Princeps/Saturn), solange man sich mit den Bedingungen arrangiert (Jungfrau). Lilith in Konjunktion zu Princeps/Saturn zeigt uns sein altes Herrschaftskarma, dass er sich immer wieder in einer Position befindet, in welcher er sich gegenüber einem Mächtigeren emanzipieren muss. Mit dem Wissen der Reinkarnationslinien sind dann unsere gegenwärtigen astrologischen Stellungen in all ihrer Tiefe und Wahrheit, die sie über unsere Existenzgeschichte erzählen, nachvollziehbar.

Radix Alexander Lukaschenko 12:00 Kopys
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Sind all diese historischen Parallelitäten reiner Zufall, oder sind wir nicht Zeugen einer Geschichte von Nationen und deren herausragenden Persönlichkeiten, die sich bis in die Gegenwart fortgesetzt hat? Vielleicht hilft uns Menschen eine neue Perspektive auf unsere Geschichte und die Gegenwart. Aus einer höheren Perspektive des Reinkarnationsgedanken können wir lernen, die Geschichte einer jeden Nation in spiritueller, psychologischer, personeller, als auch geografischer Hinsicht, in einer Weise nachzuvollziehen und zu achten, sodass kein dritter Weltkrieg kommen müsste, wie er von vielen Propheten und Hellsehern für den Beginn des dritten Jahrtausend prophezeit wurde? Wir entkräften den Konflikt durch Erkenntnis und wiederholen ihn nicht.
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