Frühere Inkarnationen eruieren
Nachdem Sie nun mehrere Beiträge zur Reinkarnationsastrologie gelesen haben, werden Sie vermutlich vor ihrem Horoskop sitzen und sich denken, wie kann ich jetzt anhand meiner Radix dahinter kommen, wer ich in früheren Verkörperungen war?
Weiß der Seher in sich, wer jemand war, dann kann er dies auch anhand der Radix überprüfen und nachvollziehen. Steht das, was er in seinem Geiste gesehen hat, nicht in der Radix, dann sollte er seine Eingebung in Zweifel ziehen.
Die Entwicklung zum Seher
Wie sieht der Seher im Geiste, wer man in früherer Verkörperung war? Damit Ihnen das gelingt, bedarf es mehrerer geistiger Fähigkeiten, die zusammenspielen. Sie bedürfen zuerst der Fähigkeit zur Konzentration ihres Geistes. Beobachten Sie, ob Sie zum Beispiel eine Minute lang sich nur ein Foto konzentrieren können, ohne mit ihren Gedanken abzuschweifen. Können Sie eine Minute lang in die Person mit ihrem Geiste eindringen, die Sie sich anschauen? Falls dies mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht der Fall ist, dann müssen Sie dies jeden Tag üben.
Ist man fähig geworden seine Gedankenenergie in eine Richtung fließen zu lassen, erlangt man mit der Zeit die Fähigkeit seinen Gedankenfluss gänzlich still zu legen und Sie erfahren Gedankenleere. Ist diese Gedankenstille erreicht, entwickelt sich Geistbewusstsein. Je häufiger und tiefer Sie in die Gedankenstille eintreten, desto mehr werden Sie sich als Geist und Seele erfahren und empfinden, sowie Sie sich derzeit als ein körperliches Wesen erfahren.
Ihr Bewusstsein erweitert sich von der körperlich-sinnlichen Ebene in die geistig-seelische Ebene. Übernehmen Sie die volle Kontrolle über Geist und Seele, werden Sie fähig zum Astralwandern und Mentalwandern.
Durch die Identifikation als ein geistig-seelisches Wesen, sowie der erlangten Beherrschung ihres Geistes, als auch der entwickelten Fähigkeit ihre Gedankenenergie kontrolliert auf eine Vorstellung zu konzentrieren, haben Sie im Laufe der Jahre ihre geistigen Sinne erweckt. Sowie ihr physischer Körper Sinnesorgane besitzt, so auch ihr Geist und ihre Seele. Diese geistigen Sinnesorgane erwachen für gewöhnlich in derselben Reihenfolge, wie die Sinne eines Neugeborenen.
Mit der entwickelten Gedankenbeherrschung und der Erlangung der Gedankenstille, werden wir fähig andere Gedanken zu hören. Wir werden zuerst hellhörig und telepathisch empfänglich. Beinahe gleichzeitig bildet sich die Hellfühligkeit aus. Steigern wir unsere Geistesbeherrschung, beginnen wir mit unseren geistigen Augen immer klarer zu sehen. Das dritte Auge erwacht, sodass wir das in unserem Geiste sehen können, was die Engel und Dämonen wissen.
Die richtige Frage stellen
Wie im normalen Leben stellt man auch in der geistigen Welt eine Frage und hört zu, was man als Antwort erhält. Konzentriert sich der Seher auf ein Bild einer Person, oder nur im Geiste auf diese Person, mit der Fragestellung, wer diese Person in früherer Verkörperung war, dann wird er eine Antwort im Geiste erhalten. Diese Antwort kann in Form von Gedanken, Bildern und Erinnerungen in ihm aufsteigen. Dies kann ein Namen sein, eine Berufsbezeichnung, die man hört, oder man sieht zum Beispiel eine berühmte Person in sich, die Ähnliches geleistet hat. Die geistige Welt wird uns im Laufe der Zeit in irgendeiner Form Inspiration und Eingebung auf unsere Frage vermitteln. Wir müssen allerdings die Frage in uns bewahren.
Die geistigen Gesetzmäßigkeiten der Reinkarnation
Im Laufe der Jahre sammelt man darin Erfahrung, dass man immer häufiger erlebt, wie man innerhalb weniger Sekunden in sich sofort eine Antwort im Geiste erhält, wenn man eine Frage stellt, wer jemand gewesen ist.
Sie können sich natürlich auch auf eine historische Person konzentrieren und sich die Frage stellen, wer diese Person gegenwärtig ist. Da der Seher ja das Wesen der Menschen sieht, werden Sie bemerken, dass Sie bestimmte historische Personen an gegenwärtige Personen erinnern. Sollte dies der Fall sein, dann überprüfen Sie das. Stellen Sie sich beide Personen nebeneinander hin und vergleichen Sie diese miteinander.
Zuzüglich sollten Sie unbedingt mein kleines Kompendium zu den geistigen Gesetzmäßigkeiten der Reinkarnation lesen, um die Gesetzmäßigkeiten der Reinkarnation zu verinnerlichen, bis diese für Sie selbstverständlich geworden sind. Die Reinkarnation des Menschen folgt Gesetzmäßigkeiten. Haben wir diese mal durchschaut, können wir uns sogar mit unserem Verstand einer früheren Verkörperung annähern.
Wirkliche Gewissheit, ob Sie diese oder jene Person waren, erhalten Sie durch ihre Seele vermittelt, durch Erinnerungen, durch zahlreiche historische Parallelitäten, die Sie entdecken werden. Betrachten Sie die Familie und engsten Freunde der Person damals und jetzt, denn wir begleiten uns einander durch die Inkarnationen. Sie werden dann zu verstehen beginnen, was ich mit den geistigen Gesetzmäßigkeiten beschrieben habe und die historischen Parallelitäten erkennen.
Praxisbeispiel
Angenommen Sie lesen eine Erzählung über Till Eulenspiegel und stellen sich die Frage, wer könnte er gegenwärtig sein? Da ihr geistiges Sehen und Hören möglicherweise noch nicht ausgebildet ist, hören Sie noch nicht die Antwort. Üben Sie weiter die Beherrschung ihres Geistes. Das ist wichtig. Hören Sie nicht damit auf und bleiben Sie bei ihren Geistesübungen (Meditationen) geduldig.
Gelingt es Ihnen eine Frage notfalls über Tage in sich zu bewahren (lassen Sie z.B. als Stütze ein Bild vom Till Eugenspiegel an ihrem Bildschirm offen), dann wird die geistige Welt, also die Engel oder Dämonen, je nachdem mit wem Sie aufgrund ihres Willens und Charakters eine Verbindung hergestellt haben, eine Möglichkeit finden, um Ihnen eine Antwort zu vermitteln.
Vielleicht gehen Sie drei Stunden später zum Fernseher und zappen zufällig in ein Programm, in welchem Otto in einer Show sitzt und als Gast eingeladen ist. Sie sehen Otto und wissen sofort in sich, dass dies die Antwort auf ihre Frage ist, die Sie in sich getragen haben.

Quelle: Frank Schwichtenberg, Otto – Werner Rennen 2018 05, CC BY-SA 4.0
Till Eugenspiegel / Otto Waalkes / Baron von Münchhausen
Es beginnt mit der Führung durch die geistige Welt
Auf die Führung durch die geistige Welt, folgt die Entwicklung der telepathischen Kommunikation. Haben Sie hunderte Male die Kommunikation der geistigen Welt, durch äußere Ereignisse erlebt, wodurch Ihnen die Antwort auf ihre Frage vermittelt wurde, wie im oben beschriebenen Beispiel mit Otto, dann werden Sie hellhöriger werden. Es wird Ihnen bewusst, dass die Engelwelt zu anderen Tricks greifen musste, um Ihnen die Antwort zu vermitteln, weil Sie noch nicht zuhören konnten.
Sobald jedoch die innere Gewissheit und der Glauben durch zahlreiche solcher Erfahrungen wachsen, dass die geistige Welt und ihre Wesen Realität sind, wird Ihnen bewusst, dass Sie mit diesen Wesen geistig kommunizieren können. Sie müssen nur eine Frage stellen und zuhören können. Es werden Gedanken und Bilder in ihrem Geiste aufsteigen, von denen Sie wissen, dass es nicht die Ihrigen sind (ihr Geist ist ja still), sondern von einem anderen Denker stammen.
Wer gelernt hat seinen Geist still werden zu lassen und in seiner Seele rein geworden ist, der wird die Engel mit sich reden hören. Erzählen Sie nur besser niemand davon, denn Sie landen vermutlich in der Psychiatrie, weil Sie verschiedene Stimmen in ihrem Geiste hören.
Ich erzähle Ihnen trotzdem kurz, wie ich das erste Mal eine bewusste Hellhörigkeit inklusive geistiger Erscheinung im Dezember 2012 erlebte. Als ich das erste Mal dies bewusst erlebte, weil dies derjenige Geist wollte, war ich vollkommen perplex über die Klarheit der Wahrnehmung. Die Klarheit der geistigen Wahrnehmung, war jedoch nicht in meiner Geistesbeherrschung begründet, sondern im Willen desjenigen, der diese Erscheinung in meinem Geiste erzeugt hat, um mir mitzuteilen, dass ich das Buch, welches ich in meinen Händen hielt, er für uns geschrieben hatte. Mir saß meine Frau auf einem zweiten Sofa gegenüber. Ich solle diese beiden Bücher (eines davon hatte ich in der Hand) gut studieren, dann werde ich mich wieder an alles über uns erinnern. Er hat sich mir auch mit dem Namen seiner berühmtesten Inkarnation vorgestellt, bevor er mir mitgeteilt hat, dass er sich in naher Zukunft in meiner Nähe inkarnieren wird.
Ohne das Buch zu lesen, wusste ich bereits in mir, was er mir im Wesentlichen mitteilen wollte. Alles, was ich bisher erlebt hatte, wurde in einen einleuchtenden Sinnzusammenhang gebracht, der mir durch dieses Erlebnis in den darauffolgenden Wochen in seinem Umfang noch tiefer bewusst wurde, während ich Valentin Tombergs Bücher über den Tarot studieren sollte. Inzwischen ist er zehn Jahre alt und wie Sie sehen, hat er sich als Frau inkarniert.

Quelle: https://www.muelheim-ruhr.de/cms/valentin_tomberg_und_die_muelheimer_vhs_nach_1945.html / AP
Der Wille und das Sehen
Je höher ihr geistiger Wille ist, also ihre Geistesbeherrschung, desto klarer werden Sie im Geiste zu sehen beginnen. Wenn der Seher fortgeschritten ist und mit geistiger Konzentration seine physischen Organe zu höherer ätherischer Aktivität erweckt hat, dann wird er sogar mit seinen physischen Augen die Farben der Aura des Astralkörpers sehen (ich meine nicht den Ätherkörper, denn diesen sieht man bereits viel früher). In dieser Entwicklungsstufe wird er auch gelernt haben, im Geiste die geistigen Bilder, Gedanken, Abstraktionen und Wünsche (Ziele) des Mentalkörpers anderer Wesen zu sehen. Er beginnt nun zu verstehen, was mit der Erlangung von Allwissenheit in den Büchern der Yogis gemeint war.
Im Laufe der Jahre sollte der Seher seine Gaben weiterentwickeln, sofern der Erleuchtungsprozess voranschreitet. Mit den Jahren entwickeln Sie dieselbe Gewissheit in ihrer geistigen Wahrnehmung, wie Ihnen diese über ihre physischen Sinnesorgane selbstverständlich ist. Es besteht für Sie kein wesentlicher Unterschied mehr, ob jemand physisch zu Ihnen spricht, oder nur an Sie denkt. Beides nehmen Sie wahr und werden Sie hören. Beides wird für Sie zur Realität geworden sein und mit beiden Sinnesorganen haben Sie Gewissheit in ihrer Wahrnehmung entwickelt.
Die ersten Bilder, die man hellsichtig sieht, sind so dünn, wie ein flüchtiger Gedanke, den man kaum wahrgenommen hat. Man übergeht, was man sieht, weil es flüchtig und noch im Hintergrund war. Es war einem gar nicht bewusst, dass man seine Frage beantwortet bekommen hat, die man stellte. Im Nachhinein wird man sich jedoch bewusst, dass man für einen Augenblick in sich sah und wusste. Es wurde einem mitgeteilt, was man wissen wollte, wenn man nur geistig achtsamer gewesen wäre und hätte darauf vertraut, was man im Geiste gesehen und gehört hatte.
Sowie das Baby ein paar Tage braucht, bis es zu sehen beginnt, so vergehen meistens ein paar Jahrzehnte bis Sie zu sehen beginnen, wenn Sie auf dem Erleuchtungs- bzw. Einweihungspfad als Astrologe vorwärts schreiten. Dies ist keine Angelegenheit von wenigen Monaten, sofern Ihnen diese Gaben nicht bereits in die Wiege gelegt worden sind und dick und fett in ihrer Radix stehen.
Gewissheit durch Erfahrung, doch neptunische Welt
Wenn Sie auch Gewissheit in ihrer Übersinnlichkeit erlangt haben, sollten Sie trotzdem ihre übersinnliche Wahrnehmung immer anhand von Fakten so gut als möglich überprüfen. Es ist und bleibt eine neptunische Welt und Wahrnehmungsebene, in welcher Sie sich bewegen. Täuschungen und Irrtümer sind möglich. Niemand ist vollkommen, weswegen sich auch Geister einschleichen können, die wollen, dass Sie sich irren. Je reiner Sie sind, desto unantastbarer und wahrer wird das sein, was Sie im Geiste sehen oder hören.
Im nächsten Beitrag gehen wir dann auf die astrologische Analyse der Radix anhand eines konkreten Beispiels ein.