Einweihungsprozess

In der Reinkarnationsastrologie konzentrieren wir uns in Wirklichkeit auf den Einweihungsprozess des Menschen. Wo steht er auf seinem Einweihungs- und Erleuchtungsprozess. Strebt der Mensch dem Himmel zu oder der Hölle. Glaubt er an Gott und wie ist seine Beziehung zu diesem, oder trägt er eine Ablehnung gegen Gott in sich. Schließlich hängt von dieser Beziehung ab, welchen Einweihungsgrad und damit verbundenes Bewusstsein der Mensch erlangt hat. Vielleicht hat er sich auch der Finsternis zugewandt?

Es steht alles in unserer Radix. Dem eingeweihten Astrologen bleibt nichts verborgen, wenn er mit der richtigen Fragestellung, als auch Erfahrung und Wissen um den Einweihungsweg, an die Analyse der Radix heranschreitet. Ein bedeutender Faktor ist in der Reinkarnationsastrologie der Zustand unseres zwölften Hauses, denn das zwölfte Haus beschreibt unsere geistig-seelische Beziehung zu Gott, den Engeln, wie auch der dämonischen Welt, die sich im Laufe unserer Existenzgeschichte entwickelten.

Die Bedeutung des 12. Haus in der Reinkarnationsastrologie

Im dritten Beitrag zur Reinkarnationsastrologie stellen wir uns zuerst die Frage, in welchem Haus unsere früheren Verkörperungen generell abgebildet sind? Dem zwölften Haus werden Gott, die göttliche Vorsehung, die Akasha – das Weltengedächtnis, die Vergangenheit, die Erinnerungen an frühere Verkörperungen und unsere Existenzgeschichte im Gesamten zugeordnet. Das zwölfte Haus kann sowohl Himmel als auch Hölle sein. Es können göttliche oder dämonische Einflüsse wirken.

Das zwölfte Haus, dessen Besetzung und Herrscherstellung, gibt uns darüber Auskunft, wie unsere Beziehungen zu den geistigen Welten und ihren Wesen sind, woraus wir wiederum ablesen können, welcher Kraftlinie wir in früheren Verkörperungen gefolgt sind und wie sich letztendlich unsere Beziehung zu Gott und den Engeln entwickelt hat. Aus dem zwölften Haus lesen wir unsere Beziehung zwischen den himmlischen Wesen und uns selbst.

Unsere Beziehung zur geistigen Welt

Nicht nur die Sonne kann uns durch ihre Zeichenstellung und Aspektierung darüber Auskunft geben, wie unser Verhältnis zu Gott ist, sondern auch das zwölfte Haus auf seine Weise, wenn man dieses in seiner astrologischen Bedeutung ganz erfasst hat. In das zwölfte Haus wirken die gesamte geistige Welt und ihre Wesen herein. Wir lesen aus dem zwölften Haus unsere Beziehung zur geistigen Welt. Ist diese Beziehung im Fluss (Sonne, Mond, Venus, Jupiter, Neptun Einflüsse), oder sind Hindernisse (Mars, Saturn, Uranus, Pluto) entstanden. Merkureinflüsse im zwölften Haus sind tendenziell auch eher als ein Hindernis zu bewerten.

z.B. Wassermann Spitze zwölftes Haus (ähnlich wie Uranus im zwölften Haus) hat eine widersprüchliche bis rebellierende Anbindung an die geistige Welt. Man ist für und gegen Gott. Man verweigert (Wassermann) die Hingabe und Kommunion (Fische, zwölftes Haus) und ist seelisch auf Distanz zu Gott geblieben (Uranus, Wassermann). Man steht vielleicht in einer geistigen Beziehung zu Gott, doch es mangelt an Liebe, die Nähe und Vertrautheit erzeugt. Zu Gott und der unsichtbaren Welt bevorzugt man eine unpersönliche Beziehung und Einstellung (Wassermann, Uranus).

Mit Wassermann an der Spitze zum 12. Haus, wollte man in früheren Verkörperungen nicht wie andere Menschen einfach an Gott glauben, sondern hat seinen eigenen Weg gesucht. Sie können sich ziemlich sicher sein, dass jemand mit einer Spitze Wassermann im zwölften Haus, oder einem Uranus im neunten oder zwölften Haus, nicht an einen persönlichen Schöpfergott glauben kann, sondern seine Vorstellung und Beziehung zu Gott sich in das Unpersönliche hinein entwickelt hat. Da es ein Prozess ist, kann sich dies wieder verändern, doch eine Tendenz ist daraus abzulesen.

Umgekehrt ist es mit dem Tierkreiszeichen Löwen an der 12. Haus Spitze. Dies bedeutet, dass sich dieser Mensch mit einem persönlichen Gott (Sonne, Löwe) an den er glaubt, identifizieren konnte. Dieser Mensch bezieht Stärke und Kraft aus der spirituellen Welt, weil er einen sonnenhaften Zugang zu ihr hat. Der Uranier (Wassermann) bezieht intuitive Erkenntnisse und höhere Einsichten, doch er wird nicht dieselbe Magie und Kraft aus der geistigen Welt beziehen, wie derjenige, der in einer sonnenhaften Beziehung zu ihr steht. Der sonnenhafte Typus begegnet Gott oder dem Teufel persönlich.

Der Uranier (Uranus, Wassermann) hat Vorbehalte und besteht auf eine gewisse Unabhängigkeit und Distanz. Die uranische Energie der Emanzipation und Auflehnung ist im zwölften Haus deplatziert. Sie ist keine Auszeichnung, sondern ein Hinweis auf innere Widerstände bis hin zur Rebellion gegen die göttliche Vorsehung. Es liegt in irgendeiner Form ein Bruch in den Beziehungen vor.
Der sonnenhafte Typus kann Gott oder den Teufel als Person respektieren und wird dementsprechend von den geistigen Wesen ebenso als einer der ihrigen respektiert. Der sonnenhafte Typus hat der geistigen Welt nichts zu verbergen, wie er ihr begegnet. Der Uranier steht in einem unpersönlich, distanzierten geistigen Verhältnis, der Sonnenhafte akzeptiert die Hierarchie und Autorität des Himmels in sich und findet darin den Platz, der ihm zusteht. Wer Größe hat, kann die Größe anderer respektieren.

Wären jetzt jedoch, wie in diesem Beispiel, Uranus, Pluto und die Sonne im zwölften Haus platziert, dann würde dies nichts Gutes bedeuten. Dieser Mensch bezieht seine Stärke aus dem Widerstand und Auflehnung (Uranus) gegen die himmlische Ordnung (12.Haus). Er könnte dazu geneigt sein, dass er sich mit den dämonischen Kräften der unsichtbaren Welt (Pluto in 12) verbündet. Dieser Mensch steht vor der Herausforderung, sein Herrschaft beanspruchendes Ego auszulassen und sich nicht gegen Gott und die Götter aufzulehnen, denn diese Prägung wurde in sein zwölftes Haus geschrieben.

12. Haus Löwe, mit Sonne / Uranus / Pluto

Es ist eine sehr komplexe und tiefgründige Thematik, die ich nur durch einzelne Beispiele andeuten kann.

Der Herrscher des zwölften Hauses

In welches Haus wandert der Herrscher des zwölften Hauses aus? Ist es ein Feuer-, Luft-, Wasser- oder Erdhaus? Feuer = 1., 5. und 9. Haus, Erde = 2., 6. und 10 Haus. usw.
In welches Tierkreiszeichen wandert der Herrscher des zwölften Hauses aus? Diese Fragen müssen Sie lernen, sich schnell auf einen Blick zu beantworten.

Der Reinkarnationsastrologe versteht die Bedeutung jeder Tierkreiszeichenstellung als ein Resultat der Vergangenheit und gleichzeitig als einen Prozess, der in Bewegung ist. Zugleich ist die Tierkreiszeichenstellung wie eine Bestimmung und Order des Himmels. Das Tierkreiszeichen ist ein karmisches Resultat, welches mich und meine Kraft charakterisiert und daher in dieses Kraftfeld (Tierkreiszeichen) gezwungen hat.

In der RA werden sie die Regeln der klassischen Astrologie mehrfach als sinnvoll und wahr bestätigt finden, doch nicht um eine Ereignisbezogene Astrologie zu verfolgen, sondern um die innere Beziehung des Menschen zu Gott ganz genau erfassen zu können. Ich kann zu dieser Thematik nur Andeutungen machen, weil man nur langsam, entsprechend seinem eigenen Einweihungsprozess, geistig hineinwachsen kann. In Wirklichkeit müssen Sie jedoch lernen astrologisch sehr einfach klassisch zu denken, dann sind sie der Wahrheit nahe.

Wohin wandert der Herrscher von 12 aus?

Wandert der Herrscher des zwölften Hauses in ein Feuerhaus aus, dann haben wir als Person der unsichtbaren Welt zu dienen, um diese in die Sichtbarkeit zu bringen und ihren Einfluss in der Welt zu vermehren. Unsere Person und ihre Kreationen sollen Zeugnis davon werden, wie Gott und die Engel durch uns Wirken. Unser Charakter und Selbstbewusstsein entscheiden über die Fülle der geistigen Fähigkeiten, die sich in uns entfalten werden.

Wandert der Herrscher in ein Lufthaus, werden wir die unsichtbaren Beziehungen zwischen den Wesen der geistigen Welt und der der Menschen ergründen. In diesem Prozess versuchen wir unsere eigene Beziehung zur geistigen Welt zu verstehen.

Wandert der Herrscher des zwölften Hauses in ein Wasserhaus, dann soll dieser Mensch durch Liebe seine Anbindung zu Gott in dieser Verkörperung vertiefen. Er wird Seelenarbeit leisten müssen und seine Vergangenheit aufarbeiten. Hierbei wendet er sich nach Innen und braucht Ruhe, Geborgenheit und Meditation, um seine Anbindung zu Gott zu vertiefen. Geistige Fähigkeiten erwachen, je heiler und gesünder die Seele dieses Menschen ist.

Wandert der Herrscher des zwölften Hauses in eines der Erdhäuser aus, dann wird dieser Mensch die geistige Welt mit der materiellen Welt konkret verbinden. Er könnte zum Beispiel als Geistheiler, Astrologe oder Priester seine Existenz bestreiten. Er ist dazu geboren, um durch das, was er tut und aufbaut, den Mächten des Himmels eine Möglichkeit zu bieten, um ihre Existenz und Kraft für die Menschheit erfahrbar zu machen.