Gleichmäßigkeit
Der Erleuchtungsweg ist der geheimnisvollste Weg, denn niemand kennt den Weg, der ihn nicht selbst gegangen ist. Jeder Schritt auf dem Weg ist ein Erfolg. Man kann auf diesem Weg nicht verlieren und doch hängt viel von unserem Vorwärtskommen davon ab, welche Prioritäten wir in unserem Leben setzen, denn sie sind Ausdruck unserer Bewusstseinsreife.
Wer nur halbherzig den spirituellen Weg geht, weil er Angst vor dem Scheitern hat und befürchtet eventuell seine Lebenszeit falsch investiert zu haben, hat seine niedere Natur noch nicht überwunden. Er glaubt er verzichtet auf etwas. Seine Seele und sein Geist sind für die höheren Schwingungen noch nicht empfänglich geworden, die weitaus erfüllender sind als das, was er glaubt im Irdisch-Materiellen zu finden, oder zu genießen.
Je höher unser Bewusstsein wird, desto mehr verliert das Irdisch-Materielle an Bedeutung und Anziehung. Wir arbeiten zwar ebenso fleißig weiter und versuchen nach Möglichkeit auch auf dieser Ebene für das Gute siegreich zu sein, doch wir begehren nicht die Macht der Materie. Wir wissen aus Erfahrung und Vergleich, dass der materielle Besitz, oder die materiellen Erfolge uns keine dauerhafte Befriedigung in der Seele mehr verschaffen können. Unser Ego ist nicht mehr da, welches das brauchen würde.
Unsere Seele hingegen, die sehr an Präsenz gewonnen hat, nährt sich an der Liebe und Ruhe, die sie in sich trägt. Die Nähe zu Gott, die gewachsen ist. Diese Ruhe und Liebe wird jedoch durch die Ablenkungen der materiellen Welt vertrieben, weshalb man all die Ablenkungen und Begehren der materiellen Ebene ausgelassen hat.
Die Seele richtet sich wie eine Sonnenblume nach dem Licht und hängt nicht mehr an Dingen, Beschäftigungen und Menschen, die das Licht verdunkeln. Ganz im Gegenteil empfinden wir Leere, wenn wir unsere Zeit mit oberflächlichen Dingen verschwenden. Wir fühlen wie jede Stunde kostbar wird, die wir für unsere Seele und unseren Geist haben.

Quelle: Pixabay Public Domain
Dienst und Streben
In irdisch-materiellen Angelegenheiten geht es hauptsächlich um Quantitäten. Entweder viel, oder das Beste, Hauptsache der Preis ist hoch, von dem man möglichst viel besitzt.
Auf dem spirituellen Weg geht es immer um Qualität x Quantität, also um Macht x Kraft. Jedes Ungleichgewicht zwischen Qualität und Quantität mindert das maximal Erreichbare.
Anders ausgedrückt müssen auf dem Erleuchtungsweg alle vier Elemente (Tugenden jedes Elementes) gleichmäßig entwickelt werden, weswegen wir Gleichmäßigkeit brauchen. Gleichmäßigkeit ist ein Zeichen davon, dass die Erleuchtung zur obersten Priorität in unserem Leben geworden ist. In allem was wir zu tun haben, gehen wir den Erleuchtungsweg. In allem kann man sein Bestes geben, denn gerade dadurch entwickeln sich die vier Elemente gleichmäßig. Im Kleinen zeigt sich bereits das Große und nichts, was von Bedeutung ist, darf vernachlässigt werden.
Was jedoch bedeutungslos ist, weil es eine Illusion ist, der wir vielleicht noch nachhängen, verliert immer mehr seine Anziehung.
Allem, dem wir dienen, liegt außerhalb von uns. Allem, wonach wir streben liegt jedoch in uns.

iandkrsna.com / Krishna