Respekt vor uns selbst

Karma ist kein Regen, den man mit dem Scheibenwischer einfach zur Seite schieben kann. Karma ist Geschichte, die wir in Form von Millionen Gedanken, Gefühlen und Entscheidungen während unserer Existenzgeschichte geschrieben haben. Karma ist das verdichtete Resultat und Konzentrat unserer Wesensgeschichte.

Karma ist aber auch Respekt und Achtung (Saturn), die wir vor uns selbst haben. Wer keine Prinzipien hat (Saturn), deren Konsequenzen er selbst als Erster tragen muss, wird unweigerlich ungerecht sein.

Karma ist das Lebenswerk. Karma ist Ausdruck, für was wir uns innerhalb unserer Zeit entschieden haben. Karma ist, was sich auf allen Ebenen des Lebens konkretisiert. Karma ist, was wir wollten.

Wollen wir unser Karma ändern, müssen wir uns selbst ändern

Der heilige und hellsichtige Pater Pio jagte diejenigen aus der Kirche, die ihn und den Beichtstuhl benutzen wollten, um sich reinzuwaschen, ohne zu bereuen und die Absicht zu haben, sich wirklich zu bessern. Pater Pio hatte Respekt vor Gott, vor den Menschen und gegenüber sich selbst.

Muschio Di Quercia, Padre Pio da Pietrelcina, CC BY 3.0
Pater Pio

Karma lässt sich nicht auflösen, ohne die Ursache zu transformieren. Auch nicht damit, dass irgendjemand die Schuld auf sich nimmt. Karma ist keine Illusion, sondern das Produkt aus Beziehungen, die alle untereinander zusammenhängen und in Wechselwirkung sind, vom Persönlichen, zum Familienkarma, bis hin zum kollektiven Menschheitskarma. Karma ist die Existenzgeschichte aller Wesen.

So mancher Scheinheiliger, der sein Leid nicht erträgt, weil er und andere, aufgrund ihres erzeugten Karmas leiden, erbittet Erlösung von Gott, ohne ernsthaft die Ursachen in sich beheben zu wollen, durch die das erzeugte Karma nicht mehr wirken kann. Der Mensch leidet jedoch, weil er sich durch seine Untugenden von Gott entfernt hat.

Gott hat durch sein Wesen selbst am Firmament festgesetzt, was Tugend und was Untugend ist. Das ist das Gesetz, welches zeitlos in alle Ewigkeit für alle Wesen gilt und das Fundament, auf welchem Gottes Haus erbaut ist.

Gottesliebe

Hätte die Untugend keine Konsequenz (Saturn), indem sie Leid (Saturn/Chiron) erzeugt, wäre Gott ohne Eigenschaften. Gott ist jedoch der persönliche Stammvater aller Wesen, weswegen er am Firmament die Sonne ist. Uranus und Neptun sind sein Geist und seine Seele, an denen derjenige durch den Heiligen Geist teilhat, der Gott (Sonne), die Ursache des Wahren, Guten und Schönen liebt (Venus).

Wenn wir etwas denken, fühlen oder tun, was nicht wahr, gut und schön ist (=Pluto – will man verbergen), vermittelt unser Gewissen (Saturn), dass wir uns dadurch von Gott (Sonne) entfernen. Es entsteht Karma (Zeit und Raum), das uns von Gottes Allgegenwart (Sonne/Uranus/Neptun – Gott ist persönlich und transzendent) abschneidet. Der Heilige Geist kommt uns abhanden. Wir verlieren Gottesbewusstsein, wodurch wir Gott auch persönlich verlieren.

Alles was Gottes Herz erfreut, will und bräuchte man nicht verbergen, sondern kann im Licht erscheinen, weil es wahr, gut und schön ist.

Wer wirklich den Menschen liebt und diesem helfen will den Weg der Heiligkeit und Erleuchtung zu beschreiten, um in des Vaters Haus in den himmlischen Sphären heimzukehren, wird streng zu sich selbst sein müssen und auch Respekt vor sich selbst haben müssen, um das Mitleid „en“ zu ertragen, welches die Sühne und Buße (Transformation) des Sünders, also die Umkehr auf den Weg zu Gott, einfordert.
Erst wenn die Ursachen in ihm selbst, oder in demjenigen, den er auf dem Weg begleitet, oder in demjenigen, für den er eine Fürbitte spricht, behoben sind, da sie uns an die Zeit ketten (Saturn/Pluto), werden wir frei (Uranus/Neptun).

Maria Mutter Gottes

Nicht der Mensch bestimmt Gottes Gnade, noch vermag er diese mit kraftlosen Gebeten erbitten, sondern Gottes Herz spricht, wenn die Ursachen im Menschen behoben sind.

Maria ist zurecht die Fürsprecherin des Menschen vor Gott, da sie durch ihre Gottesliebe Gott näher ist.

Gegrüßt seist du, Maria,
voll der Gnade,
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit (gepriesen) unter den Frauen,
und gebenedeit (gepriesen) ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.