Der gute Wille
Fragen wir die Menschen, ob sie guten Willens sind, wird ein jeder mit „selbstverständlich“ antworten. Alle wollen Gutes und doch streiten wir seit Jahrtausenden miteinander?

Jesus.de
Von einem guten Willen können wir erst sprechen, wenn jemand unabhängig davon, wie sich andere Menschen verhalten, standhaft Gutes will und danach handelt. Das Gute, dass er will, hat Priorität gegenüber seinem eigenen Schicksal. Sein persönliches Glück, oder Unglück, beeinflussen nicht seinen guten Willen. Der Mensch wurde selbstlos und heilig (Neptun) und dadurch zugleich völlig furchtlos.
Das Bewusstsein eines Heiligen erlangt niemand, der nicht bereits zuvor in irgendeiner Weise von der Gesellschaft (Saturn) ausgegrenzt, gemobbt oder gar offen bekämpft wurde, da er mit einem heiligen Wesen nicht zu ihnen, den Scheinheiligen, passt. Der Heilige musste lernen alleine dazustehen, Einsamkeit erfahren, Verluste erleiden und doch blieb er siegreich, denn er verlor nie seinen guten Willen, obwohl ihm Böses widerfuhr.

Public Domain
Antonius der Große
Wer beim guten Willen angekommen ist, der ist in Wirklichkeit auf dem Einweihungsweg bereits weit fortgeschritten. Die Menschen sind in der Mehrheit nicht guten Willens, sondern haben einen egoistischen Willen, den sie mit allen möglichen Masken und Rollen tarnen.
Der Gutwillige
Wessen Willen tatsächlich darauf ausgerichtet ist, anderen zu dienen und Gutes zu wollen, sowie eine Mutter für ihre Kinder, anstatt sich selbst an die erste Stelle zu stellen, der wird bemerken, wie alle seine Sorgen, Ängste und Unglück in seiner Seele verschwinden.
Beobachten sie, was geschieht, wenn sie jemand anderem Gutes wollen. Beobachten sie, was in ihnen geschieht, wenn sie lieben.
Ihr Bewusstsein öffnet sich für den anderen. Durch ihr Mitgefühl wird ihnen bewusst, wie die Seele des anderen fühlt und was in ihm vorgeht. Durch unsere Liebe und unseren guten Willen, erleben wir Mitgefühl und in Folge verstehen wir das Schicksal des Anderen. Der gute Wille und die damit verbundene Liebe erweitern unser Bewusstsein (Jupiter).
Während dies in ihnen geschah, hatten sie keine Zeit für ihre Ängste und Sorgen. Das Wohl des Anderen war vorrangig in ihrem Bewusstsein, sodass ihr eigenes Wohl in den Hintergrund trat. Jedes Mal, wenn dies geschieht, beginnen wir zu strahlen und unsere Seele ist glücklich, sofern wir nicht Perlen vor die Säue werfen.
Wer einmal beim guten Wollen angekommen ist, für den kommt das Gegenteil, auf keinen Fall mehr jemals in Frage. Von Tag zu Tag wird er glücklicher, freier, selbstbewusster, ruhiger und gleichmütiger, egal, ob es um ihn herum regnet oder stürmt. Sein guter Wille und seine Liebe sind unerschütterlich, weswegen sein magischer Hammer auch immer zu ihm zurückkehrt.

www.lem.lu / Thor