Das Bewusstsein ist entscheidend

Zwei Menschen können dieselbe Tätigkeit ausführen und doch erzielen beide eine unterschiedliche Wirkung, weil sie ihre Tätigkeit mit einem unterschiedlichen Bewusstsein ausführen.

Aus einem gewissen Abstand betrachtet, tun in etwa alle Menschen jeden Tag dasselbe, doch der eine erlangt hierbei Erleuchtung und erleuchtet seine Mitmenschen und bei 99,9% der Menschen geschieht nicht etwas, dass ihr Bewusstsein in spiritueller Hinsicht erweitern würde. Zweitere sind im Alter von achtzig nicht wesentlich bewusster geworden, bis auf ihre gewonnene Lebenserfahrung.

Woran liegt das?

Die Wahrheit bewirkt Bewusstseinserweiterung

Um diese Frage zu beantworten muss ich etwas ausholen. Es gibt nur eine Wahrheit (1)! Es gibt hingegen so viele Unwahrheiten, Teilwahrheiten und Illusionen wie es Menschen gibt (2). Die Wahrheit steht für sich und ist völlig unantastbar, weil sie einzigartig, zeitlos ewig gültig ist.
Die Wahrheit ist die Quelle des Lichtes, des Bewusstseins und des Lebens, der persönliche Gott und Schöpfer der Welten, der Ungeborene.

Wer dies glaubt, den bezeichne ich als gläubig. Dieser Mensch tut jede Tätigkeit mit einem anderen Bewusstsein als der Ungläubige. Aus der Sicht eines echten Eingeweihten sind alle Menschen Ungläubige, die nicht an die Wahrheit des persönlichen Schöpfergottes glauben.

Wenn der Mensch an etwas glaubt, was nicht wahr ist, oder das Wahre bezweifelt, dann lebt er ohne Verbundenheit mit dem Heiligen Geist, sondern ist kraftlos und schwach aus spiritueller Sicht. Seine Tätigkeiten sind richtungslos und ohne Kraft, weil er sich der Wahrheit nicht bewusst ist. Er schlafwandelt kraftlos und orientierungslos durch das Leben und kommt in spiritueller Hinsicht in Wirklichkeit überhaupt nicht vorwärts.

Der Ungläubige mag tausende Bücher lesen und jahrzehntelang meditieren, doch sein Charakter verbessert sich nicht, weil er nicht gläubig ist. Er kommt Gott nicht näher und beginnt nicht an Gottes Bewusstsein teilzuhaben. Wie sollte er auch, wenn er weder an diesen glaubt, noch ein richtiges Bild von ihm hat?

Die Bilderstürmer

Warum sind die Mohammedaner Bilderstürmer? Warum sollen sich die Gläubigen kein Bild von ihrem Gott machen? Weil sie dann vielleicht eines Tages erkennen würden, dass sie den Teufel und nicht Gott anbeten?

Der Mensch muss sich von allem ein Bild machen, um das im Geiste durchdringen zu können, was er verstehen will. Ohne uns von etwas ein Bild zu machen, bleiben wir dumm und unbewusst. Genau das, was der Teufel wollte. Eine unbewusste Masse, die ihm blind folgt, weil sie sich kein Bild von ihm gemacht hat.

Das wahre Bild

Wenn der Mensch an die Wahrheit glaubt und nach seinem Glauben lebt und handelt, wird das, was daraus wächst, sein Bewusstsein spirituell erweitern. Das Bild von Gott wird immer wahrer werden. Seine Meditation wird an Tiefe gewinnen.
Glaubt hingegen der Mensch im Kern an etwas Unwahres, wird das, was daraus wächst, in den Irrtum führen und ihn nicht bewusster werden lassen.

Ist der Mensch über den Heiligen Geist (Engel der Sphären) mit Gott verbunden, vereint sich im Laufe des Lebens sein Bewusstsein mit Gottes Bewusstsein, weil das Göttliche durch Resonanz in ihm wiedererweckt wurde. Er empfängt die Gnade an Gottes Bewusstsein schrittweise teilzuhaben (Einweihungsstufen – EBook). Er wird sich der Wahrheit in allem gewahr und erkennt ebenso auch die Illusionen, die modern ausgedrückt häufig als Matrix bezeichnet wird.

Hat der Mensch eine falsche Vorstellung von Gott, wird er ihn selbst dann nicht erkennen, sollte er diesem begegnen. Er bleibt in der Matrix seiner Illusion bzw. Wahrnehmung gefangen.

Deswegen ist Mediation nicht gleich Meditation, denn wenn ich mir das falsche Bild von etwas mache, führt es mich nicht zur Wahrheit. Das Tun bzw. die Meditation hat in spiritueller Hinsicht keine Wirkung und ist kraftlos.

Unbequeme Wahrheit

Jetzt mag der eine oder andere von Ihnen vielleicht die Nase rümpfen, sofern er noch ein Ungläubiger ist, weil ich vermittle, dass er sich seine spirituellen Fortschritte nur eingebildet hat, doch das ist die Wahrheit. Er bildet sich etwas ein. Er lebt in einer spirituellen Illusion, die seine Wahrnehmung verblendet.
Seine Wirkung in der Welt ist nutzlos aus spiritueller Sicht, mag er noch so scheinbar Großes geschaffen haben, oder von so und so vielen Menschen für seinen Reichtum bewundert werden usw.. Er hat die Welt nicht erleuchtet. Von diesem Menschen geht keine Kraft aus, die in anderen Menschen Gottesbewusstsein zu erzeugen vermag, sodass der Heilige Geist empfangen werden kann.

Wo die Sonne nicht scheint, bleibt es finster.

Die wichtigste Entscheidung in ihrem Leben besteht darin an einen persönlichen Schöpfergott zu glauben. Selbst der Mohammedaner ist der Wahrheit näher, wenn er auch an den Widersacher Gottes glaubt, doch er glaubt an einen persönlichen Schöpfergott und nicht an irgendeine pantheistische Gottesvorstellung. Selbst der Atheismus ist eine Form des Glaubens, die dem Teufel dienlich ist.

Sobald Sie an einen persönlichen Schöpfergott glauben und das Fundament ihres Lebens auf die Wahrheit stellen, wird ihr Leben durch den Heiligen Geist mit einer Kraft beseelt, die tatsächlich ihr Bewusstsein erweitert, denn die Motivation unserer Gedanken, Gefühle und unseres Handelns ändert sich ab diesem Zeitpunkt grundlegend, wenn auch nur Schritt für Schritt. Es führt in die Kreuzigung (4. Einweihung), sodass sich die Wahrheit auch offenbaren kann (5. Einweihung).

Wer an einen persönlichen Schöpfergott glaubt, bei dem werden alle inneren Konflikte und Lebenskrisen letztlich zur Wahrheit führen und eine Bewusstseinserweiterungen bewirken. Wer wirklich glaubt, vermag sich auf Dauer nicht anzulügen, noch verdrängen. Nicht das Ego wird gewinnen, sondern Gott.

Wikimedia Public Domain / Gott