Erleuchtung kommt über uns
Gehen Sie nicht Ihrem Ego auf den Leim, denn das tun Sie, wenn die Sehnsucht zu Schmerz wird. Ebenso gehen Sie Ihrem Ego auf den Leim, wenn Sie resignieren und denken, dass Sie nie Erleuchtung erlangen werden. Dann enden Sie wie Nietzsche, der aus Verzweiflung dieses höhere Ideal nie zu erreichen, zum Nihilisten wurde.
Auf dem Erleuchtungsweg kann man nichts beschleunigen, denn wir erlangen nicht die Erleuchtung, sondern der Heilige Geist kommt über uns. Akzeptieren Sie dieses Gesetz, ohne deswegen zu glauben, dass Sie keinen Einfluss auf Ihr Schicksal hätten. Geben Sie das, tun Sie das und wollen Sie nur das, was Ihnen möglich ist.
Ruhe, Gleichmäßigkeit, Geduld und Liebe sind göttliche Attribute, die man nicht durch Sehnsucht, Ungeduld und Drängen erwirbt. Man übergibt sich Gott und geht gleichmäßigen Schrittes in aller Ruhe seines Weges. Je mehr wir uns der Ewigkeit gewahr werden, desto mehr bleiben wir mit unserem Bewusstsein in der Gegenwart und entwickeln Präsenz.
Das Königreich in uns
Unruhe und Unreinheit verschließen uns den Zugang zum Königreich der himmlischen Sphären. Es geht nicht um etwas, was wir äußerlich bewegen müssen, um uns das innere Königreich zu erschließen. Wir müssen nicht die Materie bewegen, sondern Frieden, Liebe, Reinheit und Ruhe entwickeln.
Das sehnsüchtige Drängen ist ein Kennzeichen von Unzufriedenheit und und mangelnder Liebe, dementsprechend nehmen wir auch unsere Außenwelt wahr. Es drängt uns nach Befriedigung. So wie wir zuerst nach gutem Essen gierten, giert es uns jetzt nach Erleuchtung. Gier ist in jeder Richtung schädlich.
Ja, die äußere Welt kann schrecklich sein, doch Ihre innere Welt kann davon völlig unbeeinträchtigt sein, wenn Sie Ihre Wahrnehmung der Welt steuern gelernt haben, anstatt sich mental und seelisch vom Lärm der Welt manipulativ in Disharmonie bringen zu lassen.
Lassen Sie den ganzen Lärm und die Disharmonie der äußeren Welt nicht in Ihr inneres Heiligtum, in welchem Sie thronen. Ihr Geist und Ihre Seele bleiben ruhig und klar wie ein Bergsee. Nehmen Sie diese innere Haltung ein und behalten Sie diese auch beständig bei.

Quelle: Christoph Graif
Prebersee
Diese innere Haltung der Ausgeglichenheit und Gleichmäßigkeit ist ein Kennzeichen von Seelenreife. Wir brauchen viel Liebe, Reinheit und Klarheit in uns, um uns das himmlische Königreich zu erschließen. Wir können dieses Königreich nicht an uns reißen. Auch nicht durch eine Heldentat, sondern wir müssen in diesem Fall zum Weg für die anderen werden und hierbei selbst einen Weg nach Innen beschreiten, den wir noch nicht kennen. Wir vertrauen uns der inneren Führung an und werden so auch durch die äußere Welt die Hinweise und Unterstützung erhalten, um ans Ziel zu gelangen.
Rajayoga
Bedenken Sie folgende Entwicklungsstufen, die sich durch alle Religionssysteme ziehen, jedoch in den Yogasutren sachlich sehr gut erklärt werden. Die Beschreibungen, was diese Begriffe bedeuten (rechte Spalte) hat die KI von der Seite von Volker Bretz zitiert. Einst der Indologe Paul Deussen.

Wikimedia Public Domain / https://wiki.yoga-vidya.de/Hauptseite
Paul Deussen / Volker Bretz
Die meisten von Ihnen sind derzeit mit den ersten drei Stufen Yama, Niyama und Asana beschäftigt. Diese entsprechen auch in etwa den ersten beiden Stufen des Franz Bardon Buches. Durch Asana (Haltung) sollte man soweit kommen, dass man Beständigkeit auf dem spirituellen Weg erlangt hat. Selbst dafür brauchen wir bereits ein gewisses Maß an Gedankenkontrolle und Reinheit, sodass man von Verklärung spricht. Unsere Traumen sollten wir psychologisch aufgearbeitet haben und einen festen Stand auf dem spirituellen Pfad erlangt haben, sodass wir bereits anderen eine echte Stütze sind.

Im Laufe der vierten Stufe des Pranayama werden Sie bereits zu einem Geistheiler, Lehrer und Verantwortlichen. Ihre Gedankenkontrolle entwickelt sich in diesen Jahren stark weiter. Sie haben begonnen Ihr gesamtes Leben dem Aufbau ihres Heiligtums unterzuordnen.
So wie Sie Ihren Geist beherrschen lernen, um Ihr Chi zu lenken, so werden Sie in dieser Stufe auch in der äußeren Welt zu einem Meister werden. Was Sie tun, damit haben Sie Erfolg (bitte dabei nicht immer an das Geld denken, es kann sich auch um eine Beziehung handeln, oder etwas was Sie lernen usw.), weil Sie das Richtige tun. Sie wissen in sich, was zu tun ist, sowie Sie ihr Chi lenken können.
Erst jetzt beginnen Sie langsam Einfluss auf Ihr Schicksal zu nehmen, weil hierzu ein Maß an Selbstmeisterung vorhanden sein muss. Am Ende dieser Stufe sollte uns nichts mehr in der Welt aus dem Gleichgewicht bringen. Bereits das ist eine außergewöhnliche Leistung, die nur wenige Menschen in Inkarnation schaffen.
Jedoch erst danach wird die fünfte Stufe möglich, das Pratyahara, die Zurückziehung der Sinne von äußeren Objekten, um unseren Geist beherrschen zu lernen.
Denke Sie über diesen letzten Satz nochmals nach, denn das Pratyahara impliziert im Grunde die Abkehr von der Welt, obwohl wir in der Welt sind. Das Pratyhara impliziert Selbstlosigkeit, Opferbereitschaft, Meisterung jeglicher Disziplin, die man sich auferlegt und vieles mehr. Nichts in dieser Welt darf Sie mehr verführen, oder in einer Weise fesseln, dass Sie Ihren Erleuchtungspfad verlassen. Keine Macht, keine schöne Frau oder Mann. Einfach nichts darf Sie mehr korrumpieren. Ihr Charakter entspricht einem Heiligen. Sie müssen absolut unbestechlich geworden sein, um Pratyahara zu erlangen. Pratyahara ist vergleichbar, wie wenn sich der Muttermund bei der Geburt öffnet, oder der Eingang des Nadelöhr, von welchem Jesus sprach, sichtbar wird.
Dann folgt die Konzentration, Meditation und letztlich der Samadhi, durch den wir durch das Nadelöhr gleiten.
Konzentration bedeutet in der Lebenspraxis, dass wir unerschütterlich vorwärts schreiten, weil die Seele ruhig, empfänglich und liebend geworden ist, jedoch unser Wille gleichzeitig immer stärker. Wir unterdrücken in dieser Stufe mit unserem Willen alle Gedankenwellen, die die Seele in Unruhe versetzen könnten. Wir lassen keinen einzig störenden Gedanken mehr aufkommen.
Seien Sie ehrlich und beobachten Sie, wieviel Müll Sie jeden Tag zwischendurch noch denken, weil Sie Ihr Ego gerade reitet und Sie hierbei auch noch Ihre Zeit verschwenden, wenn Sie sich in Ihrem Hamsterrad drehen. Man muss auch lernen Gedanken zu entsagen und anstatt dessen seinen Geist lernen auf das zu konzentrieren, was man umsetzen will.
Der Meditierende bzw. derjenige, der die Stufe der Meditation erlangt, wird ein wirklich liebender, geduldiger und seliger Mensch geworden sein. Der Begriff Seliger passt perfekt zu dieser Stufe.
Die Intuition, über die er jetzt verfügt, wird außergewöhnlich sein. Nichts bleibt ihm verschlossen. Er nähert sich der vollständigen Bewusstseinsversetzung an. Die geistigen Fähigkeiten steigern sich, doch das Ego ist noch immer nicht ganz still. Er muss für das große Opfer bereit werden, seinen Willen völlig in Gottes Hände zu legen und die Kreuzigung zulassen (Samadhi), obwohl er die Macht hätte sich zu wehren.
Dies ist ein langsamer, unsichtbarer Prozess, der vom Strebenden meist erst rückblickend verstanden wird. Anfänglich ist man unsicher, unruhig und wird ungeduldig, weil man das Gefühl hat es geht alles zu langsam. Es ist ein Prozess, den man durchleben muss. Es kann nicht einfach erlernt werden, noch kann man etwas kaufen, was uns sofort in die Erleuchtung katapultiert.
Das Königreich ist in Ihrem Inneren und daher geht es auch um Ihre Gedanken und Gefühle, denen automatisch die richtigen Handlungen folgen werden, sowie sich auch Ihr Schicksal in der äußeren Welt entsprechend Ihrer inneren Entwicklung fügen wird. In der äußeren Welt gilt es selten irgendwelche Hindernisse zu überwinden, um Erleuchtung zu erlangen, als den Kräften der Finsternis standzuhalten und sich sein inneres Heiligtum zu bewahren.
Ihr inneres Heiligtum, Ihr Tempel der Gottverbundenheit, wird zu einer ungewöhnlichen Macht und Strahlung werden, die alles Finstere in der Welt vertreibt.

Hearingfromjesus.org. / Shekina