Der Urton

Heute möchte ich Ihnen von einer spirituellen Erfahrung erzählen, die ich am Mittwoch Abend beim Meditieren erlebte. Wir sehen die Transite zum Zeitpunkt der Erfahrung. Die Sonne transitierte den Asteroiden Samadhi, der eine exakte Opposition vom Transit Neptun erhält. Der Asteroid Dione (übersinnliche Bewusstseinszustände) stand in Konjunktion mit dem galaktischen Zentrum und zu meinem Mond.
Der Transit Mond stand am AC und im Skorpion.

Wer viele Jahre regelmäßig meditiert, weiß wieviel Geduld, Bemühung und Wille dazugehört, um in kleinen Schritten langsam Fortschritte zu erzielen. Meditieren zu lernen ist nicht immer ein Vergnügen, denn unser Ego wehrt sich oftmals über Jahrzehnte gegen Stille, die mit wachsender Selbstlosigkeit einhergeht.

Immer wieder steigen Gedanken auf, finden wir keine Ruhe in der Seele und bekommen vielleicht noch Kreuzweh während der Meditation. Dann gibt es wieder Tage, an welchen alles sehr leicht geht und wir deutlich tiefer hineinkommen, die Gedanken ruhig werden und wir ein wenig Stille erleben.
Als Franz Bardon beschrieb ich den Prozess, als ob er in wenigen Monaten möglich wäre zu realisieren, vermutlich wohlwissend, dass man seine gesamte Inkarnation dafür braucht, weil die Arbeit an unserem Seelenspiegel bzw. die Verklärung selten schneller voranschreitet. Bevor unsere Seele nicht gesund ist und wir voller Tugend, öffnet sich nicht die Himmelspforte, um in den Samadhi Einlass zu erhalten. Je gesünder unsere Seele bereits ist, desto schneller und vor allem stabiler und beständiger, schreitet der Prozess der Bewusstseinserweiterung durch Meditation voran.

Wer viele Jahre meditiert, schließt seine Augen und ist augenblicklich in der Stille. Es ist nie mehr laut in ihm, selbst wenn seine Augen offen sind, ist er sich der innere Ruhe und Stille gewahr.

Samadhi

Zu mir kann nicht einfach ein jeder zur Meditation kommen. Meine Schüler suche ich mir aus. Wer bereit und fähig ist dieselbe Kutte anzuziehen, der erhält Einlass. Wer meint, dass er etwas Besseres ist, oder irgendeine Form von Sonderbehandlung sein Ego beansprucht bzw. noch nicht weiß, was heilig ist, der bleibt draußen.

Mit einer Gelse im Raum können sie schließlich auch nicht gut meditieren. Meditation ist wie das Gebet etwas Heiliges. Man öffnet seine Seele, um sich mit himmlischen Wesen in Geist und Seele zu vereinen, wenn es auch mit der Gedankenbeobachtung, Kontrolle und Beherrschung beginnt.
Im Grunde ist es dasselbe mit dem Unterricht. Man öffnet sich dem Lehrer und lauscht seinen Worten, bis es zu einer mystischen spirituellen Begegnung wird.

Vor zwei Tagen hatte ich jedenfalls eine ganz besondere Erfahrung gemacht. Am Beginn der Meditation rufe ich in der Regel den Erzengel Michael herbei. Er begleitet und wacht über uns. Darauf versetze ich mich meist für ein zwei Minuten in das Wasserelement, bis totale Ruhe im Raum einkehrt. Das Ziel ist wie immer der möglichst hohe Bewusstseinszustand und hierbei geht ein jeder seinen eigenen Weg bzw. wählt die Technik für sich, um diesen zu erlangen.

Mein Saatgedanke war wie meistens, derjenige total zu sein, der ich bin. Ich habe zahlreiche Meditationstechniken mir erlernt, doch für mich ist es am Besten, wenn ich, ich bin. Dann beginnen meine geistige Sonne, meine Chakren und meine ganze Aura am stärksten zu strahlen. Klingt so einfach, doch bevor ich das konnte, musste ich lernen mich als Wasser zu erleben, mich als Wind zu erleben, mich als Feuer zu erleben usw. Bevor ich, ich sein konnte, musste mein Ich lernen in etwas anderem aufzugehen.
Das ist die große Schwierigkeit, denn wir haben durch unser Ego Barrieren in uns, die das verhindern.
Wer Angst hat sich zu verlieren, hat Angst vor dem Samadhi. Er hat Angst vor der Vereinigung mit Gott.

Ich stellte mir jedenfalls irgendwann in der Meditation vor, ganz ich zu sein, der ich bin. Manchmal sitze ich dann mit meinen Gefährten in einer Höhle, oftmals versetze ich mich hierbei in meiner Vorstellung aber auch in das Zentrum des Weltalls. Ich bin die Sonne und um mich kreisen die Planeten. So tat ich dies auch am Mittwoch, als wir gemeinsam meditierten.

Auf einmal wurde die Vorstellung so real und zugleich so machtvoll, dass ich von meiner Seite aus, nicht mehr die geringste Konzentration brauchte. Die Erfahrung nahm mich mit bzw. überkam mich.
Ich war auf einmal tatsächlich das gesamte Weltall. Die Bewegung der Himmelskörper fand „irgendwie“ in mir statt und auf einmal begann ich den Urton des Weltalls zu hören. Der Ton schwoll an und ich verlor jegliche Zentrierung. Ich war alles zugleich und vor allem war ich der Ton, der mich alles zugleich erleben ließ, weil er alles durchdrang. Meine Worte genügen einfach nicht, um das Erlebnis zu beschreiben. Es war phänomenal und eine echte Premiere für mich den Urton zu hören bzw. zu erleben.
Ich konnte mich am nächsten Tag daran erinnern, dass in einem der Yoga Sutren des Patanjali dieses Phänomen als Resultat der Meditation beschrieben wird.

Patanjali

Der Ton ist tief, weit und alles durchdringend. Der Ton hat Magie und verändert unser Bewusstsein, wenn er durch uns erklingt. Es war das kosmische AUM, welches ich in mir erlebt hatte.

Etsy / Krishna und das AUM

Ohnmacht

Gestern Abend legte ich mich in die Badewanne. Lisa meditierte mit Freundinnen im Keller. Als ich in etwa zwanzig Minuten in der Badewanne lag, begann ich das Erlebnis von Tags zuvor nochmals in mir durchzuspielen und versank in Meditation. Ich wollte den Ton nochmals hören und er kam augenblicklich zurück. Wow! Doch im selben Moment bemerkte ich schon, wie ich begann das Bewusstsein zu verlieren.
Ich öffnete mit den Füßen gerade noch den Wasserablass und schaffte es mit der Hand kaltes Wasser auf meinen Oberschenkel runterzulassen, bevor ich mit meinem letzten Willen mein Bewusstsein auf die Stelle auf meinem Oberschenkel konzentrierte, wo das kalte Wasser den Fuß erfasste, um bei Bewusstsein zu bleiben. Zwei Minuten später hatte ich mich erfangen.

Ich hatte etwas dazu gelernt. Mit diesem Bewusstseinszustand ist nicht zu spielen. Ich spiele mich jedoch immer mit allen Bewusstseinszuständen, doch mir wurde bewusst, dass mit diesem Zustand nicht zu spielen ist, denn er bedeutet eventuell nicht mehr zurückzukommen. Jedenfalls sollte ich diesen Zustand nicht in der Badewanne ansteuern, wie mir klar wurde, sondern mich zuerst einmal im „Trockentraining“ daran gewöhnen. Ich legte mich danach ins Bett, um dem Ton weiter in mir erklingen zu lassen.
Ich habe den Ton keineswegs vergessen. Ganz leise ist er in mir sogar noch immer am Klingen. Es ist jedoch eine ganz angenehme Form von „Tinnitus“. 🙂