Selbstbestätigung
In der psychologischen Astrologie entspricht die Thematik der Selbstbestätigung dem Konstellationsbild Sonne/Saturn.
Der zwanghafte Drang nach Selbstbestätigung resultiert aus einer mangelnden (Saturn) Anerkennung des Kindes durch den Vater (Sonne). Das Kind fühlt sich neben dem Vater klein (Saturn), von diesem kritisiert (Saturn) und im Herzen des Vaters nicht an seinen rechtmäßigen Platz gestellt (Sonne/Saturn).
Das Resultat der schlechten Vaterbeziehung kann sich in psychologischer Hinsicht in Form von mangelndem Selbstbewusstsein, Ängsten, Schüchternheit, schwacher Konstitution und Minderwertigkeitskomplexen zeigen.
Wird die mangelnde Anerkennung durch den Vater jedoch kompensiert, wird dieser Mensch durch harte Arbeit, Fleiß, Ehrgeiz und Gewissenhaftigkeit seines Weges schreiten, um sich zu beweisen und zu bestätigen.
Gelingt dies nicht, läuft er Gefahr unzufrieden, kritisch, neidisch und missgünstig zu werden, niedergedrückt durch das Gefühl, dass alle anderen mehr Glück hatten, jedoch er vom Schicksal benachteiligt und ausgebremst wurde.
Sonne/Saturn in der Reinkarnationsastrologie
Mehr oder weniger kennt ein jeder Mensch den Drang nach Selbstbestätigung und Anerkennung durch andere Menschen. Ein jedes Kind als auch Erwachsener will von seinem Vater geliebt und respektiert werden.

Quelle: AP
Aus Sicht der Reinkarnationsastrologie verstehen wir, dass ein disharmonisches Sonne/Saturn Konstellationsbild damit zu tun hat, dass jemand im Laufe seiner Existenzgeschichte an Gott (Sonne) zu zweifeln (Saturn) begonnen hat, Gott zu kritisieren begann und sich eventuell von ihm sogar abgewendet hat. Er anerkannte Gottes Autorität (Sonne/Saturn) nicht mehr.
Aus diesem Verhalten folgte das Karma (Saturn), in eine Familie geboren zu werden, in welcher er von seinem Vater (Sonne), für sein Wesen, wie er ist (Sonne), nicht anerkannt wurde (Saturn). Nur durch Leistung und harte Arbeit (Saturn) kann er oftmals bestehen und sich den Respekt des Vaters erarbeiten, sofern ihm dies überhaupt gelingt und er nicht unter der mangelnden Wertschätzung seelisch zusammenbricht und zu schwach ist, um sich zu behaupten.
Rechte Orientierung
Dieser Typus von Mensch steht vor der Herausforderung, sich wieder zu Gott (Sonne) zurück zu orientieren (Saturn). Er läuft auf seinem Pfad bereits Gefahr, Atheist und Materialist (Saturn negativ) zu werden, wenn er nicht rechtzeitig seine innere Beziehung zu Gott wieder herstellt.
Sobald dies geschieht, wird sich auch seine Beziehung zu seinem Vater (Sonne) wesentlich ändern. Sowohl beim Vater als auch beim Kind kann durch die Neuorientierung des Kindes zu Gott, für beide ein erlösender Transformationsprozess in ihrer Beziehung einsetzen.
Sofern der Vater noch lebt, ist oftmals zu beobachten, wie sich der Vater und das Kind wieder näher kommen und in Beiden die besten Seiten ihres Wesens zum Vorschein kommen.
Unerlöst Sonne/Saturn
Bleibt das Konstellationsbild unerlöst, folgen Einsamkeit, Verbitterung, Krankheit, Armut, harte Arbeit mit jedoch wenig Anerkennung.
Reagiert der Betroffene mit Kompensation, jedoch psychologisch ebenso unerlöst, so sehen wir den strebsamen, ehrgeizigen und hart arbeitenden Menschen, der sich durch seine Leistung seinen Mitmenschen beweisen will. Er ist hart im Nehmen, zäh und widerstandfähig, um mit Geduld und eiserner Disziplin seine Ziele zu erreichen. Dem emotionalen Aspekt des Lebens verschließt man sich tendenziell und trifft seine Entscheidungen pragmatisch, letztlich jedoch einsam.