Konkrete Erfahrung durch Praxis
Die spirituelle Praxis ist für den Hermetiker und Astrologen ab einem gewissen Zeitpunkt unerlässlich, will er auf dem Pfad vorwärts schreiten. Unausweichlich müssen alle Tugenden und Fähigkeiten der vier Elemente verwirklicht werden.
Die Theorie hat ihre Grenzen, die nur durch direkte Erfahrung überschritten werden können. Man kann und muss sich zuerst ein theoretisches Bild vom Geist und der Seele machen, doch es kommt der Zeitpunkt, wo man sich durch Meditation ein konkrete, echte Erfahrung von Geist und Seele machen muss, um ein Eingeweihter zu werden.
Die vier Elemente
Feuer
Kein Weg führt an der Beherrschung unseres Geistes vorbei. Unser Geist muss auf das konzentriert sein, was wir tun. Die Energie fließt ausschließlich der Tätigkeit und ihrem Ziel zu. Wir lassen uns durch nichts ablenken, bis wir am Ziel sind. Diese Haltung durchdringt unser gesamtes Tun und bewirkt die Stärkung unseres geistigen Willens, sodass wir Herrschaft über unseren Geist erlangen.
Es gibt Menschen, die fangen dies an, hören auf, fangen etwas anders an und letztlich kommt wenig zur Realisierung. Jemand, der das Feuerelement verwirklicht, beendet was er beginnt und hört nicht auf halber Wegstrecke auf. Er beherrscht seinen Geist und somit seine Sinne. Nichts in der Außenwelt, noch in seiner Innenwelt, kann ihn von dem, was er tun will, ablenken, bis er dies vollendet hat, oder die angestrebte Einsicht gewonnen hat usw.
Ein starker Wille ist fähig jeden Gedanken und Gefühl zu erzeugen und aufrecht zu erhalten, wenn dies der Situation entsprechend sinnvoll ist. Diese geistige Konzentrationsfähigkeit steigert die Visualisierungsfähigkeit im Menschen. Er beginnt in seinem Geiste klar zu sehen, was er sich vorstellt, oder wovon sein Geist beeindruckt wird.
Luft
Das Leben ist Bewegung. Wer sich nicht bewegt, der wird bewegt. Wissen bewegt und wer sich dem Wissen und der Suche nach der Wahrheit verweigert, der wird starrsinnig und verbohrt.
Verwirklicht man das Luftelement, dann klammert man sich nicht mehr an seine Erkenntnisse, sondern bleibt geistig geschmeidig und bereit Neues zu lernen und falls notwendig überholte Erkenntnisse zu verwerfen.
Ungleichgewichte zeigen sich in Form von Übertreibung oder Mangel. Entweder nimmt jemand unentwegt Wissen auf, ohne es zu realisieren, oder aber er meidet die Wissensaufnahme, weil er gar nicht mehr wissen will, oder glaubt ohnedies genug zu wissen.
Wer das Luftelement verwirklicht wird durch das Hellhören, die Telepathie und seine Unterscheidungsfähigkeit Allwissenheit erlangen und immer die Inspiration erhalten, die ihn zur Wahrheit leitet. Er wird seinen Geist in alle Sphären bewegen können und ihrer kundig werden.
Wer das Luftelement nicht verwirklicht, bleibt ein Theoretiker oder Dummkopf, der Angst davor hat dies erkennen zu müssen.
Wasser
Die Seele braucht Liebe, wie Blumen, Erde, Wasser und Licht brauchen, um zu wachsen. Dies ist absolut unerlässlich und ein geistiges Gesetz. Ebenso unerlässlich ist Meditationsarbeit, da diese bewirkt, dass unseren feinstofflichen Körpern die feinstoffliche Nahrung zugeführt bekommen, die sie brauchen, um zu wachsen. Wer denkt, dass er auf das Denken allein gestützt, ein Erleuchteter werden könnte, befindet sich auf einem Holzweg.
Stille, Frieden, Liebe, Ruhe, Geduld, Mitgefühl sind Tugenden, die dem Meditierenden erwachsen. Sein Ich tritt in den Hintergrund, die Stille und Leere in den Vordergrund. Wir lernen die Stille und Ruhe zuzulassen und uns darauf einzulassen. Unsere Wahrnehmung für das Unsichtbare und die seelischen Ausströmungen aller Wesen wächst. Wir fühlen in jedem Wesen die Liebe und Wärme, aber auch die Verschlossenheit und Kälte.
Wir fühlen unsere Leere, unsere Vergangenheit, unsere Kindheit und das Leiden in uns, wie um uns. Wir werden jedoch nicht schwach, sondern in uns wächst gleichzeitig etwas heran, dass uns ein Zuhause im Himmel schenkt. Unsere Seele und ihre Organe die Chakren entfalten sich und ermöglichen uns eine höhere und durchdringendere Wahrnehmung des Lebens. Ist unsere Seele gesundet, dann werden wir fähig höhere geistige Meditationsübungen zu bewerkstelligen, weil sowohl die Konzentrationsfähigkeit, als auch die Ruhe ausgebildet wurde.
In der Lebenspraxis gelebte Liebe ist der Schlüssel, der uns für die Meditation bereit und fähig macht. Ohne Liebe in uns, finden wir keine Ruhe. Selbst der stärkste Wille wird diese dann nur vorübergehend herstellen können. Ein meditativer Mensch ist jedoch mit sich im Reinen. Er liebt sich und Gott. Er ist rein geworden, frei von Sünden und Lastern, die Unruhe erzeugen würden. Kein Element darf vernachlässigt werden.
Wer das Wasserelement nicht verwirklicht, wird gefühllos und lieblos. Er verschließt sich, zieht sich zurück, erwartet jedoch in Gesellschaft von anderen Aufmerksamkeit und Zuwendung, belastet jedoch gleichzeitig sein Umfeld durch seine Verschlossenheit, Unselbständigkeit und oder finstere Stimmungen.
Jemand, der das Wasserelement verwirklicht, wird alles um sich in Harmonie bringen und zu einer Quelle des Heils und Frieden.
Erde
Solange unseren Worten keine Taten folgen, haben wir nichts realisiert. Unser Werk spricht für unsere Qualität und Leistungsfähigkeit. Das Element Erde lehrt uns, dass Resultate zählen, unabhängig davon wie edel und wertvoll unsere Vision war. Wer nicht arbeitet und etwas umsetzt, hat nichts vorzuweisen, was er geschaffen hätte. Was anderen nicht dient, hat wenig Wert.
Wer die Erde nicht verwirklicht, bleibt Materialist. Es zeigen sich Genussorientierung und eigennützige Verhaltensmuster. Er wird kein Diener Gottes, sondern will sich selbst dienen. Anstatt Werte zu schaffen, geizt und neidet er anderen ihre Erfolge und wird Ihnen zur Last oder Hindernis.
Wer das Element Erde verwirklicht, bewahrt und steigert seine Leistungsfähigkeit bis ins hohe Lebensalter. Gott braucht ihn und dementsprechend wird er auf der materiellen Ebene die Bedingungen vorfinden, oder fähig sein, sich diese zu schaffen, um seine Mission und Dienst vollbringen zu können.