Schicksalsrahmen
Der Astrologe weiß, dass er eine erfolgreiche Inkarnation haben wird, wenn er seine Bestimmung erfüllt, die in seine Radix geschrieben ist. Niemand muss ein Superstar werden, sondern lediglich seine Radix in bester Weise verwirklichen. Mehr geht nicht.
Derjenige, der der Astrologie nicht kundig ist und sein Horoskop weder kennt, noch versteht, glaubt vielleicht, dass er alles aus seinem Leben machen könnte. Wir wissen jedoch als Astrologen, dass sich ein jeder Mensch innerhalb seines Schicksalsrahmen bewegt, der seine Radix ist.
Niemand kann aus seinem Leben etwas machen, was nicht in seiner Radix angelegt ist. Diesen Rahmen unserer Bestimmung, aufgrund unserer selbstgeschriebenen Existenzgeschichte (Karma – Saturn), werden wir in irgendeiner Form erfüllen.
Wir entscheiden jedoch darüber, in welcher Weise wir unsere Radix erfüllen. Welche Qualitäten bringen wir zum Ausdruck?

Der Erfolgreiche realisiert seine Radix in bester Weise. Er verwandelt jede Konstellation in ihre Tugend und wird im Laufe seines Lebens zum Heiligen. Er hat sich für den Engel entschieden.
Nun ist er im Rahmen seiner Möglichkeiten frei, weil er persönlich kein weiteres negatives Karma produziert, bleibt jedoch durch das kollektive Karma der Menschheit ein Teil des Weltenkarmas, dem er sich als Mensch nicht entziehen kann.
Wer scheitert, scheitert an der Herausforderung seine Konstellationen in die Tugend zu transformieren. Er scheitert an sich selbst.
Seine Radix verstehen
Wir beschäftigen uns mit unserer Radix, um unser eigenes Verhalten zu reflektieren und an Selbsterkenntnis zu gewinnen. Diese Selbsterkenntnis kann sogar das Wissen um frühere Inkarnationen umfassen, die in unsere Radix geschrieben sind.
Dieser Selbsterkenntnisprozess ist weit genug fortgeschritten, wenn wir eins zu eins in unserer Radix, unser alltägliches Verhalten, sowohl im Denken und Fühlen, als auch in unseren Handlungen, wiedererkennen. Wir machen uns dann nichts mehr vor, sondern wissen wer wir sind, was wir wollen und weshalb wir so geworden sind, wie wir sind.
Erst wenn dieser Prozess der Selbsterkenntnis und Verklärung abgeschlossen ist, beginnen wir zunehmend unser Potenzial auszuschöpfen (Ende dritte Einweihung), weil wir uns selbst nicht mehr im Weg sind und ständig neues negatives Karma produzieren. Wir sind zu einem fähigen Mitarbeiter am Weinberg des Herrn geworden.
Jetzt sind wir dazu fähig, das Beste aus uns herausholen, was möglich ist, denn weder lassen wir uns durch negative äußere Einflüsse manipulieren, noch sabotieren wir uns durch unsere Untugenden, sondern sind aus dem Hamsterrad der Produktion von negativem Karma ausgestiegen.
Wer Geist und Seele gereinigt hat, wird automatisch schöpferisch produktiv. Seine Energie richtet sich nicht mehr gegen seine Bestimmung beziehungsweise gegen sich selbst, sondern er beginnt zu erfüllen, was durch ihn möglich werden kann. Er dient, ist produktiv und setzt seine Mittel ein, um das Gute, Wahre und Schöne in der Welt zu stärken.
Meditation
Um aus dem Hamsterrad der negativen Karmaproduktion auszusteigen, bedarf es der Reinigung. In allem muss die Tugend überbleiben. Die Selbsterkenntnis und Anleitung, die wir durch die Astrologie gewinnen können, ist allerdings nicht nur ein analytischer Erkenntnisprozess, der in unserem Verstand stattfindet, sondern ein ganzheitlicher Prozess der Geist, Seele und Körper (Handlungsebene) umfasst.
Selbst die Deutung eines Horoskops, geht über den Verstand hinaus und bedarf der Intuition. Deswegen, und aus vielen Gründen mehr, sollte sich der Astrologe auch in der Meditation üben. Es sollte für Sie zu einer Verständlichkeit werden, dass sie mehrmals am Tag ihre Augen schließen, sich sammeln, um sich kurz, zumindest für ein zwei Minuten, in der Meditation zu versenken.
Sie erschaffen sich in ihrem Inneren einen Ort der Ruhe und Stille, ein Refugium, in welches sie sich immer augenblicklich in jeder Situation zurückziehen können, um sich mit dem Göttlichen zu verbinden, um geistig, seelisch und körperlich durchzuatmen und ihre Aura zu reinigen und aufzuladen, falls sie Kraft tanken müssen.
Liebe und Meditation heilen unsere Seele. Durch Liebe erblühen die Tugenden und wir machen mit etwas gutem Willen aus unseren Konstellationen das Beste. Meditation, die sich der Tugend widmet, also dem Wahren, Gutem und Schönem, reinigt und erweckt geistige Sinnesorgane, durch die wir beginnen intuitiv die Gestirne zu lösen, indem wir deren Wirkung auch im Geiste sehen, im Geiste hören und in der Seele fühlen.

Quelle: Commons Wikimedia Public Domain
Albrecht Dürer / Astrologe