Transite durch die Häuser

Die Transite durch die Häuser zeigen uns bereits sehr wichtige Lernprozesse im Leben eines Menschen an. Es lohnt sich, wenn man regelmäßig über die Transite durch die Häuser reflektiert, um für sich zu erkennen, was wir durch diesen Transit bereits gelernt haben.

Beobachtet man ständig seine Transite durch die Häuser, lernt man gleichzeitig jedes Mal etwas tiefer auch die Bedeutung dieses Planeten in diesem Haus zu verstehen.
Dieser Tage habe ich einen Mars im Transit durch das zwölfte Haus. Ein Klassiker für schlechten Schlaf, geheime Feinde, die uns hinter dem Rücken angreifen und gegen uns arbeiten, als auch unbewusste Selbstsabotage, auf die ich diesmal einmal mehr hineingefallen bin.

Seit zehn Tagen schlafe ich extrem schlecht, bis mir gestern bewusst wurde, dass ich seit circa zehn Tagen die Einnahme meiner Blutdruckmedikamente, aus Bequemlichkeit und innerem Unwillen, oftmals erst am Nachmittag genommen habe, wodurch ich dann in der Nacht ständig auf das Klo musste, da diese Medikamente wassertreibend sind.

Ich habe mich also unbewusst selbst sabotiert, was typisch für einen Mars im zwölften Haus ist. Mit der exakten Opposition zu Saturn wurde mir dies jetzt bewusst, weil ich die letzten Tage so müde war, dass ich fast nichts zustande brachte.
Unter anderem holte ich auch ein Rezept bei meiner Ärztin, die einen Tag zuvor gemeinsam mit ihrem Partner einen Autounfall hatte, bei dem sie sich durch den Gurt das Brustbein schwer geprellt hatte, aber sonst glücklicherweise nicht viel passiert war. Das passt natürlich auch zu Mars Opposition Saturn, da im sechsten Haus unsere Ärzte sind, der dieser Tage ein Unglück widerfuhr.

Durch die Transite der Planeten durch die Häuser lernen wir jedenfalls nicht nur den Transit, sondern auch die Radixstellung eines Planeten tiefer zu verstehen. Es wird einem bewusst, wie es Menschen geht, die diesen Planeten immer in diesem oder jenem Haus stehen haben. Hat man selbst diesen Planeten dort nicht stehen, bleiben wir in der theoretischen Erfahrung, weil wir diese Stellung immer nur bei anderen beobachten.
Wenn wir jedoch unsere Transite durch die Häuser aufmerksam beobachten, erfahren wir selbst in der Praxis, was dauerhafte Stellungen in diesen Häuser bedeuten und mit ihnen einhergeht.

Das Unterbewusstsein und das Überbewusstsein

Über das zwölfte Haus lerne ich persönlich nie aus. Es bleibt in manchen Bereichen für mich noch immer ein Geheimnis. Im zwölften Haus ist zweifellos der Himmel, das Göttliche, das Überbewusstsein oder Transzendenz, wie aber auch verborgenes Karma, welches uns vom Himmel abschneidet, jedoch solange unbewusste Handlungen in uns erzeugt, bis wir dieses Karma aufgearbeitet haben beziehungsweise uns bewusst wird.

Die Wohltäter im zwölften Haus beobachte ich immer wieder als willkommen. Sie sind ein Segen und wirken auch segensreich, denn man handelt, ob bewusst oder unbewusst stets glücklich geführt.
Hingegen die Übeltäter im zwölften Haus wirken keineswegs als Kanal der himmlischen Sphären, sondern auch als Kanal für die dämonische Welt. Unbewusst folgen wir den falschen Einflüsterungen, weil wir noch Eigenschaften in uns haben, die uns einfach nicht bewusst sind.
Was einem aber nicht bewusst ist, gegen das kann man nicht wirklich etwas tun. Man braucht Hilfe, die einem jedoch der Himmel bei den Übeltätern im zwölften Haus oftmals verwehrt.

Der Himmel verwehrt diese Hilfe, weil wir, uns dessen nicht bewusst, also unbewusst, gegen den Himmel und seine Wesen sind. Unbewusst deswegen, weil es mit einem Karma aus früheren Inkarnationen zusammenhängt, das wir bewusst, längst vergessen haben, jedoch unbewusst dieses Karma natürlich weiter wirkt.

Man muss verstehen, dass es im zwölften Haus in Wirklichkeit keinen Raum und keine Zeit gibt. Das zwölfte Haus ist auch die Akasha, als auch alle anderen Dimensionen des Lebens, die wir nicht kennen. Das zwölfte Haus verhält sich so, als ob es keinen Tod zwischen den Inkarnationen gebe. Für das zwölfte Haus gibt es alle Begrenzungen durch Zeit und Raum nicht. Im zwölften Haus ist die spirituelle Wirklichkeit, im Gegensatz zur materiellen illusorischen Welt, die vergänglich ist und uns jeden Tag im sechsten Haus der Gesundheit und Arbeit zu schaffen macht.

Hier auf der Erden sagen natürlich alle Menschen aufgrund ihres beschränkten Bewusstseins, dass das sechste Haus die Realität ist und das zwölfte Haus ist eine Einbildung des Menschen. Was er dort erlebt, entspringt seiner Phantasie landläufig und ist nicht real.

Die Wirklichkeit ist jedoch genau umgekehrt. Die Wirklichkeit ist, dass wir spirituelle Wesen sind, die ewig leben und für deren Bewusstsein es normalerweise nicht die Hindernisse von Raum und Zeit gibt. Wir decodieren nur die Wirklichkeit falsch und halten die Illusion für die Realität, entsprechend dem Höhlengleichnis von Platon.

4edges, An Illustration of The Allegory of the Cave, from Plato’s Republic, CC BY-SA 4.0

Wir können das zwölfte Haus als Gefangene in einem Gefängnis erleben, die einer Illusion der Wirklichkeit auf den Leim gehen, oder wir erfahren Überbewusstsein und sehen die Welt im Lichte der geistigen Sonne, also die spirituelle Wirklichkeit unseres Seins, weil wir Erleuchtung erfahren.

Entweder resonieren wir mit den himmlischen Mächten im zwölften Haus und erhalten himmlischen Beistand und Schutz, oder wir bleiben Sklaven unserer unbewussten verdrängten Wesensanteile, durch die, die dämonischen Wesen einen Zugang in unsere Psyche und Gedanken finden, wodurch wir Gefangene unbewusster Mächte bleiben, die sich gegen den Himmel verschworen haben.

Wer jeden Tag die Engel um Schutz und Führung bittet, für sich und seine Liebsten, der trifft die beste Vorsorge, um den Segen des zwölften Hauses kennenzulernen. Nichts ist vollkommener als die himmlischen Wesen. Wer durch sie geführt wird, in Geist und Seele, kommt immer ans Ziel, welches Gott und die Vorsehung für ihn vorgesehen haben. Er wird im Himmel ankommen und sein Sklavendasein eines unbewussten Menschen auf Erden hinter sich lassen.

AstroPointer Elisabeth Felber