Wenn das Licht bereits dämmert

In den letzten Jahren ging es mir häufig so, dass ich bis in die Morgenstunden hinein an meinem Schreibtisch saß, beeindruckt und bewegt von meinen Einsichten in meine Existenzgeschichte und ihre karmischen Zusammenhänge. Nachvollziehend, indem ich tagelang über die Horoskope der Familienmitglieder meditierte.
Eine meiner großen Lebensaufgaben bestand zweifellos auch darin, das Karma meiner Familie zu verstehen.

AstroPointer/ Elisabeth Felber

Wie ich vor ein paar Tagen schrieb, muss man spirituelle Ausdauer, Glaube und Liebe besitzen, um alle Hindernisse zu überwinden und Irrtümer zu korrigieren, damit man zur Wahrheit vordringt. Was wir noch nicht erkennen, dazu fehlt uns das Licht, die Liebe und die Klarheit.

Wer ausdauernd sein Leben lang meditiert, dessen Bewusstsein erweitert sich durch das innere Licht, welches ihn die Wahrheit sehen lässt. Illusionen vergehen, die Wahrheit der Geschichte offenbart sich. Es ist kein Gewaltakt, sondern ein stiller kontinuierlicher Prozess der Bewusstseinserweiterung.

Meine Familie

Mein Leben ist so unglaublich und alle Personen, die historisch dazu gehören, dass man mich für verrückt erklären wird, weil die Wahrheit in Wirklichkeit für die Menschheit genauso unverdaulich sein wird, wie sie dies für meine Herkunftsfamilie war. Meine Eltern und Geschwistern waren damit überfordert, weswegen ich sie auch nicht darin einweihen konnte.

Kein Mensch auf Erden hat jemals zuvor die Reinkarnation und die Menschheitsgeschichte so tief, konkret und klar erfasst, wie ich in meiner Arbeit. Es gab bisher immer wieder einzelne Fälle der Erinnerung an frühere Inkarnationen, die man belegen konnte, jedoch keine grundlegende Beweisführung auf verschiedenen Ebenen, sodass auch genaue Gesetzmäßigkeiten abgeleitet hätten werden können.
Ich schreibe dies nicht, um meine Arbeit zu loben, denn Eigenlob stinkt, sondern um zu beschreiben, um ihnen bewusst zu machen, weshalb der Widerstand für die Wahrheit in der Masse noch so groß ist und welch langer mühseliger Prozess stattfindet, um die Wahrheit langsam einsickern zu lassen, damit sich diese peu a peu im kollektiven Bewusstsein ausbreiten kann.
Die Wahrheit wird bekämpft, wenn das Bewusstsein der Masse noch nicht dafür bereit ist. Die Wahrheit wird als Bedrohung empfunden.

So geschah es mir selbst meinem Vater gegenüber. Er wollte seine Existenzgeschichte nicht wissen. Der Mensch lebt lieber in seiner Einbildung, als sich der Wahrheit zu stellen.

Konfuzius und Laotse

Im Alter von zwanzig kaufte ich mir zwei Büchlein vom Diogenes Verlag. Eines über Konfuzius und eines von Laotse. Als ich mich noch nicht gut kannte (relativ stark beeinflusst noch durch meinen Vater), dachte ich anfänglich, dass ich Konfuzius gewesen sein könnte, obwohl das Tao te King sofort zu einem meiner Lieblingsbücher wurde, in welchem ich oft las. Erst als mir 25 Jahre später bewusst wurde (ja so lange hat es gedauert), dass ich Laotse war, verwarf ich natürlich Konfuzius in mir.

Laotse / Frank

Es hat mich jedoch nie losgelassen. Wer war Konfuzius? Seit Jahren dachte ich immer wieder darüber nach. Jeder andere haut den Hut drauf, doch ich will das nicht. Mich drängt es danach die Wahrheit zu kennen.
Noch dazu wusste ich in mir, dass ich den Konfuzius kenne. Er ist mir nahe und ich mag seine Zitate, wenn ich auch Mitte vierzig erkannte, dass ich intuitiv, spirituell und moralisch bin, Konfuzius sittlich, weise und pragmatisch.

Bereits vor Tagen begann es wieder, dass ich mich mit Beiden beschäftigte und hierbei fiel mir auf, dass mein Sohn David den Asteroiden Confucius exakt auf seiner Sonne stehen hat. Mmmh? Nein, David ist kein Konfuzius, das kann doch nicht sein? Konfuzius war ja unter anderem zeitweilig politisch engagiert als Justizminister. Das ist nicht David. Noch dazu wird Konfuzius immer anders dargestellt.

Einen Tag später stelle ich nochmals die Radix von meinem Vater zusammen, um erneut über unsere Beziehung zu reflektieren. Ich reflektiere fortlaufend astrologisch alle Beziehungen zu meinem Umfeld. Ich grabe immer tiefer. Manche Synastriehoroskope habe ich mir sicher schon fünfzig Mal angeschaut.

Jedenfalls sah ich, dass mein Vater Confucius exakt auf seinem Mond stehen hat und dies war der Blitz der Erleuchtung. Endlich. Sofort wusste ich in mir. Das ist wahr.

Konfuzius / W. Felber

So alt und noch älter ist unser beider Geschichte. Weil er darin nicht so aussteigt, wie er es wollte, verweigerte er in sich. Er wollte seine Schattenseiten sich nicht eingestehen, die ihm bewusst geworden wären. Er hätte sich müssen seinem Konkurrenzdenken, seiner Eifersucht und seinem Stolz stellen.
Er war ein edler Mann, immer darauf bedacht ethisch korrekt zu handeln und kein Prometheus wie Bill Gates. Aber was hilft es, wenn Du Gott nicht anerkennen kannst und deswegen zum Atheisten geworden bist.
Wenn er auch ein weiser, selbst beherrschter und strategisch sehr kluger Mensch war, genau wie Konfuzius, so sind es letztlich nur Konventionen und Formalitäten, wenn man die Wahrheit verweigert und feige vor dieser abtaucht. Den wahren Krieg müssen wir mit unseren Dämonen in uns führen, sonst wird der Samadhi nicht möglich werden, der uns mit Gott versöhnt.

Ich wollte sie nur ein wenig an meiner Erfahrung teilhaben lassen. Vor einem halben Jahr ist mein Vater gestorben. Jetzt muss er reflektieren, denn meine Gedanken sind ihm nicht mehr verborgen.