Das veränderliche Kreuz und seine grundlegende Bedeutung

Im veränderlichen Kreuz geht es um die Bewegung bzw. Entwicklung, die durch Wissen ausgelöst werden. Vom Wissen (Zwilling), zur Anwendung des Wissens (Jungfrau), zum ganzheitlichen Verstehen (Schütze), bis hin zum selbstlosen Dienst durch Inspiration und Intuition. Das Wissen wurde in den Fischen transzendiert.

Der Zwilling

Der Zwilling verfügt meist über ein profundes theoretisches Wissen in zahlreichen Wissensgebieten. Der Zwilling steht vor der Aufgabe die Nützlichkeit des Wissens und von Informationen in nützlicher Weise an die Welt weiterzuleiten. Hierbei kann er Autor, Lehrer, Schriftsteller, Journalist, Bote usw. sein. Er bereitet Wissen auf, sodass es anderen nützlich sein kann und diese über die notwendigen Informationen verfügen.

Die Gefahr ist, dass er selbst ein Theoretiker bleibt, wenn ihm das Erdelement nicht zur Hilfe kommt, um auch zu realisieren.

Die Jungfrau

Die Jungfrau hingegen weiß aus Erfahrung. Sie strebt danach ihr theoretisches Wissen zu realisieren, indem sie dieses in der Praxis erprobt, oder sich durch die konkrete Praxis das Wissen erst aneignet. „Learning by doing.“

Die Gefahr besteht bei dem im Tierkreiszeichen Jungfrau Geborenen, dass er nicht das Ganze versteht (Jupiter), dem er dient. Es genügt nicht, dass etwas funktioniert, sondern wir müssen verstehen, welchem höheren Sinn wir unsere Fähigkeit zuführen. Die Jungfrau muss lernen vorwärts zu gehen und nicht immer im selben Hamsterrad weiterzulaufen, weil sie sich daran gewöhnt hat und es funktioniert. Die Jungfrau muss über den Tellerrand hinausschauen.

Der Schütze

Der Schütze vermittelt den Menschen die großen Zusammenhänge. Das Wissen des Zwillings wird seiner Bedeutung zugeführt, sodass man den großen Zusammenhang und Sinn versteht, wonach wir streben sollen. Jetzt bewegen wir uns in die vorgesehene Richtung, sodass das Wissen seinen höheren Zweck erfüllt.

Der Schütze steht vor der Herausforderung, dass er die Führung an den Himmel übergibt (Fische). Nachdem wir alles gelernt (Zwilling), in der Praxis erprobt haben (Jungfrau) und den Sinn verstehen und den Weg gehen (Schütze), ist die logische Konsequenz, dass wir dem Himmel die Führung übergeben, da dieser allwissend und weiser ist, als wir es jemals sein könnten, wenn wir nur auf unser Wissen zurückgreifen, welches wir durch den Verstand lernen können.

Ist der Schütze den richtigen Weg gegangen, dann wird er zum Sprachrohr des Himmels, oder aber im Gegenteil zum anmaßenden Besserwisser.

Der Fisch

In diesem Kreislauf ist der Fisch (Neptun herrscht) das letzte Zeichen, welches entgegengesetzt funktioniert als das merkurische Prinzip der Logik und Analyse. Es bedarf keiner Analyse, noch dem Verstehen von Analogien (Schütze), sondern im Fisch findet Wissen seine Transzendierung durch Intuition (Neptun) und Eingebung (Neptun). Der Fisch hält nicht die Welt in Bewegung, sondern er wird eins mit der Bewegung und gießt dabei das aus, was ihm „der Himmel“ bzw. seine Intuition vermittelt. Weder das Wissen (Zwilling), noch der Arbeiter, der das Wissen umsetzt (Jungfrau), noch die höhere Sache (Schütze) tritt in den Vordergrund, sondern der Himmel gießt aus seinen Quellen aus (Fische).

Die Herausforderung für den Fisch besteht darin, dass er vollkommen geläutert und selbstlos sein muss, ja im Grunde erleuchtet, sodass er voll funktioniert und nicht alles Mögliche aus den geistigen und astralen Sphären, durch ihn in die Welt fließt.