Von der Einbildung zur Erkenntnis von Schicksal

Bevor wir unsere Zukunft erleben, glauben wir diese durch unseren freien Willen bestimmen können. Blicken wir jedoch Jahrzehnte später zurück, erschließt sich uns bei genauer astrologischer Beobachtung ein anderes Bild. Wir erkennen immer wieder, dass bereits alles, was wir erlebten, in den Gestirnen stand.

Sie sehen mein drittes Septar. Gültigkeit zwischen meinem 14. und 21. Lebensjahr. Einen Monat vor meinem sechszehnten Lebensjahr wurde ich Vater. Sogar im Radio wurde damals unsere Elternschaft, als die jüngsten Eltern der Steiermark verkündet.

Blicken wir in das fünfte Haus der Kinder. Die Mutter meines Sohnes David hieß Luisa und wir gaben unserem Sohn den Namen David Frank.

Mit Pluto/Luisa/Franke/Coelum konnten wir uns nicht aussuchen, was der Himmel (Coelum) für uns bestimmt hatte. Überraschend und völlig unerwartet (Uranus/Davida) wurde ich im Alter von fünfzehn Vater. Überraschend auch wirklich deswegen, denn es war eine versteckte Schwangerschaft. 55 Kilo im siebenten Monat schwanger und immer die Blutungen, bis Luisa plötzlich nach den Anstrengungen des Skikurs zuhause eine Sturzgeburt erlebte.

Ich habe auch den Asteroiden Georg Peuerbach eingetragen, da dieser exakt auf dem Fixstern Aldebaran (Nachfolger) in Konjunktion zum Aszendenten stand und David in früherer Inkarnation Georg Peuerbach, der Habsburger Astrologe und Astronom, war. Ja, es ist faszinierend, was uns die Astrologie alles bieten kann, wenn man es nur aus hier herauslesen kann.

Georg von Peuerbach / D. Felber

Schicksal

Durch unsere Radix sind unsere zukünftigen Solare, Septare, Progressionen und Transite bereits festgelegt. Es war von vornherein klar, wer kommen wird und unter welchen Umständen, als auch wann zu welcher Zeit etwas erlebt werden wird.

Gerade die Septare machen uns oftmals das Schicksal bewusst, welches unser Leben bestimmt. Wird jemand zum Beispiel wie ich unter Sonne/Sedna geboren, so wird ihn diese Konjunktion, je nachdem wie weit die Sonne von Sedna entfernt ist, über Jahrzehnte durch sein Leben begleiten, weil sich Sedna so langsam bewegt.
Sollte Sedna in der Radix noch knapp vor der Sonne stehen, dann wird diesen Menschen das Sedna Thema durch alle Septare hindurch mit einer Sonne/Sedna Konjunktion begleiten. Das ist Schicksal, welches man erleiden muss und sich sicherlich niemand freiwillig aussucht.

Schicksal ist Geschichte, die sich fortsetzen muss. Dieses Schicksal wird automatisch vollzogen, indem die jeweiligen Personen geografisch am selben Ort inkarnieren. Deswegen inkarnieren diese Menschen auch dort, um ihr gemeinsames Schicksal zu erfahren.
Bei Familien inkarnieren die Eltern bereits am Ort, der zu dieser karmischen Geschichte durch die Vorsehung bestimmt wurde und werden erst Jahrzehnte später die Kinder und Enkelkinder bekommen, damit dieses Familienkarma erlebt werden kann, welches sich die Mitglieder vielleicht bereits vor zweitausend Jahren untereinander gezeugt haben.

Das Schicksal unserer Inkarnation wurde mit unserer Geburt und der dazugehörigen Radix festgelegt. Der freie Wille entscheidet lediglich darüber, wie wir mit diesem Schicksal umgehen werden und was wir daraus lernen. Dieser reife, oder unreife Umgang mit unserem Schicksal, wird wiederum Einfluss auf unsere zukünftigen Inkarnationen haben.