Unser Gewissen

Astrologisch ordnen wir Saturn und den Asteroiden Conscience dem Gewissen zu.

Unser Gewissen erinnert uns daran, was Gott und die göttliche Vorsehung von uns wollten.
Unser Gewissen leitet uns, sodass wir nicht unmoralisch handeln.

Jeder Mensch, selbst Tiere, haben ein Gewissen. Man kann sein Gewissen unterdrücken, was viele Menschen durch Rechtfertigungen versuchen, doch ist unser Gewissen vergleichbar mit dem Urton, der die ganze Schöpfung durchdringt.
Wir werden unweigerlich leiden, wenn wir wider unserem Gewissen handeln.

Unterhalb sehen sie einen Auszug (leider Übersetzung) von dem berühmten deutschen Psychotherapeuten Bert Hellinger, wie er über das Gewissen denkt, welches er in Beziehung zur Gerechtigkeit setzt.

Lassen Sie jedoch zuerst seine Ausstrahlung auf sich wirken. Scannen sie seine Aura für sich und lesen sie seine innere Geschichte.

CeStu, Bert Hellinger, CC BY-SA 3.0

Ein bisschen Gewissen
Wir bewachen unsere Zugehörigkeit zu einer Gruppe, also Familie, Nation oder Kirche.
Er sagt: „Tu das, damit die Gruppe dich nicht entfremdet. „Tust du es nicht, gehörst du nicht dazu. „Wenn wir diesem Gewissen folgen, fühlen wir uns unschuldig. Wenn wir dagegen verstoßen, fühlen wir uns schuldig.
Allerdings: ein kleines Gewissen hat nichts mit wahrer Gerechtigkeit zu tun, schützt oft die Schuldigen und opfert die Wahrheit, nur um die Gruppe zusammenzuhalten.
Das große Gewissen
Sie schauen nicht zu Gruppengrenzen auf.
Es fragt nicht, wer „unser“ ist und wer „fremd“ ist.
Er folgt einer einzigen Frage: „Dient es dem Leben und der Liebe? „
Hier entsteht ein tieferer Gerechtigkeitssinn, nicht durch Paragraphen oder Loyalität, sondern durch das, was Ordnung und Verbindung wiederherstellt.
Hellinger’s Botschaft
„Gerechtigkeit im menschlichen Sinne ist relativ. Wahre Gerechtigkeit kommt nur, wenn wir uns einem guten Gewissen unterwerfen – dem, was im Dienste des Lebens steht. „

Gerechtigkeit des Herzens

Ich denke, ein jeder von Ihnen versteht, was Hellinger vermitteln will. Insbesondere seine Botschaft als Zusammenfassung zum Schluss. Ich verstehe sein Anliegen und auch seine Sicht auf die höhere Gerechtigkeit.
Meiner Ansicht nach, gibt er sich jedoch trotzdem nur selbst recht bzw. ist in der Rechtfertigung, indem er prinzipiell das Gewissen in Beziehung zur Gerechtigkeit setzt.
Hätte er mit seinen Argumenten auch dann noch recht, wenn er das Gewissen zu Gott und zur Liebe in Beziehung bringt?

Gerechtigkeit gibt es für mich letzten Endes nur im Herzen. Nicht unser Gewissen sagt uns, was gerecht ist, sondern unser Herz. Unser Gewissen macht uns nur darauf aufmerksam, dass etwas nicht stimmt, wie wir denken, fühlen und handeln. Es mahnt uns innezuhalten und nochmals in uns zu hören, was denn gut und moralisch richtig wäre.
Unser Gewissen setzt uns eine Grenze (Saturn) und verbietet uns unmoralisch zu handeln (Saturn).
Unser Gewissen ermahnt uns, auf unser Herz zu hören, nicht auf unseren Verstand. Der Kopf folgt Lucifer, solange wir nicht vom Heiligen Geist geleitet werden.

Meine Erfahrung hat mir gelehrt, dass wir nie im Voraus wissen, wann sich unser Gewissen regt. Sich seinem Gewissen zu unterwerfen, bedeutet diesem gehorsam zu sein, egal ob es sich um eine einzelne Person, eine Gruppe oder die höhere Gerechtigkeit Gottes handelt. ‚
Unser Gewissen ist der Zeigefinger, der keine Ausnahmen kennt. Schon gar nicht, weil unser Verstand meint, dass dies nicht gerecht wäre. Unser Gewissen steht nicht in Beziehung zum Verstand, sondern immer in Beziehung zur Gerechtigkeit des Herzens.
Hellinger, als verstandesbetonter Mensch, setzte auf Selbsterkenntnis zur Heilung der Psyche.

Ich lese aus der Aura von Hellinger, dass er sehr häufig wider seinem Gewissen gehandelt hat, weil er nicht auf sein Herz hörte, sondern aus geistigem Stolz seiner Philosophie (Ideologie) folgte. Er wollte sich nicht eingestehen, dass seine Verletzungen, die er zufügt, mehr schaden. Er rechtfertigte dies mit der gewonnenen Selbsterkenntnis des Klienten.

Hellinger erklärt seine Haltung zum Gewissen nur deswegen so häufig, weil er oftmals in der Situation war, dass ihm andere Menschen ein schlechtes Gewissen machen wollten, weil er ihr Ego an die Wand gedrängt und herausgefordert hat. Aber auch deswegen, weil er aus Sicht seiner Klienten und Schüler, oftmals kalt und unbarmherzig hart war, wie er in Gruppenaufstellungen ihr Verhalten analysiert hat, um sie zu therapieren.

Ich kann hierzu nur folgendes sagen. Der Verstand kann Erkenntnis bringen, doch Heilung der Seele bringt nur die Liebe.
Wäre Hellinger gläubig gewesen, wäre er mit den Herzen anderer achtsamer umgegangen und hätte mehr Liebe entwickelt.

Radix Bert Hellinger

Blicken wir in seine Radix und betrachten wir die zwei Faktoren, die wir dem Gewissen zuordnen, sehe ich meine Einschätzung und Urteil über sein Wesen und seine Arbeit in diesem Punkt, bestätigt.

Consciene, das Gewissen steht in Konjunktion zu Pluto/Sirius. Das schlechte Gewissen hat ihn immer wieder gequält.
Mars/Saturn/Themis im Skorpion = der bohrende Gewissenskonflikt, weil man Gewalt anwendet (es gibt ja auch geistige und seelische Gewalt), anstatt ein tieferes Verständnis für die göttliche Ordnung (Themis) zu entwickeln und jedem Menschen den Respekt entgegenzubringen, den man sich selbst auch von anderen erwartet.

Bert Hellinger wollte meiner Ansicht nach immer wieder mit der intellektuellen und psychologischen Brechstange therapieren, weil es ihm an Liebe, Weisheit und Geduld gemangelt hat. Er übertrat aus mangelnder Selbstbeherrschung Grenzen (Icarus/Liebe/Toro auf der Sonne), weil ihn Lesath/Roentgen (beißende Kritik, die seine Menschenkenntnis hervorrief) dazu immer wieder veranlasste, wenn auch durchaus in der Absicht zu helfen und Heilung zu bewirken.

Ich wollte Bert Hellinger keine schlechte Absicht unterstellen. Er war tief und hat mit seinem Verstand so exzellent argumentiert, dass ihm niemand etwas entgegensetzen konnte. Er machte sich immer größer, wie ein Schütze, indem sein philosophisch-psychologisches Konstrukt die Reife seiner Klienten und Schüler überstieg, sodass sich diese seinen einleuchtenden Erklärungen beugen mussten, obwohl sie im Herzen verletzt waren.
Der Schüler und Klient stand immer als der Kleine und schlechte Mensch da, der noch nicht reif genug war, um seine Ansichten auch in der Praxis zu verwirklichen.

Bert Hellinger irrte jedoch meiner Ansicht nach als spiritueller Lehrer, weil er die Lösung durch Selbsterkenntnis herbeiführen wollte, anstatt die Seele durch Liebe zu heilen. Es nützt nichts, wenn ein Mensch im Verstand etwas theoretisch versteht, weil man ihn bloß gestellt hat, er es jedoch nicht im Herzen versteht und weiter leidet.