Der gute Wille die Basis

Wenn ein jeder in Beziehungen dem anderen Gutes will, gibt es keine Machtkämpfe. Man begegnet sich automatisch durch die gute Absicht respektvoll und in harmonischer Beziehung zueinander, selbst dann, wenn beide ein unterschiedliches Bewusstsein besitzen und daher noch eine unterschiedliche Weltanschauung.
Stärkt ein jeder in seiner guten Absicht und durch seine Liebe das Gute im jeweils Anderen, wird dieser die Stärke entwickeln, um aus eigener Kraft seine Schattenseiten zu transformieren. Beide schreiten dadurch auf dem Erleuchtungsweg beständig vorwärts. Ihre Liebe beflügelt sie auf diesem Weg.

Das Problem beginnt jedoch immer mit unseren Schattenseiten, die es nicht zulassen, dass wir wirklich den anderen an die erste Stelle stellen. Wir haben Defizite und verhalten uns deswegen egoistisch beziehungsweise nicht wie ein liebender Mensch. Wir sind noch aufgrund unserer Defizite noch nicht fähig wirklich zu lieben, da die wahre Liebe, der es an nichts mangelt, immer Selbstlosigkeit zur Basis hat.
Solange wir Menschen aufgrund unserer Defizite in irgendeiner Form, bewusst oder unbewusst, benutzen wollen, sind wir noch nicht bei der Liebe angekommen.

Die Liebe ist kein Tauschgeschäft gegenseitigen Nutzens, denn das Geben und Nehmen wird nie ausgeglichen sein. Nur durch unsere Liebe für den jeweils anderen, gibt es diesen Ausgleich durch das Glück, welches wir erfahren, weil wir die Gelegenheit haben zu geben, um uns mitzufreuen. Der Ausgleich geschieht durch das Wunder der Liebe, die für jeden das Beste in seinem Schicksal hervorbringt.

Keine Perlen vor die Säue werfen

Liebe bedeutet aber auch, keine Perlen vor die Säue zu werfen. Wer diesen Selbstwert nicht besitzt, liebt nicht, sondern ist ein Bettler, der um Applaus und Anerkennung hechelt. Den Wert, den sie haben, bestimmen sie selbst. Keiner sagt zu ihnen, dass Sie sich schlecht behandeln lassen müssen, um ein liebender Mensch zu sein. Tolerieren Sie keine schlechte Behandlung auf Dauer, wenn man auch Geduld beziehungsweise Liebe braucht, bis Menschen ihr Verhalten verändert haben.

Ziehen Sie Grenzen, wenn das Verhalten anderer Menschen moralisch nicht okay ist. Eine Liebesbeziehung funktioniert nur, wenn Beide danach streben ihre Tugenden zu entwickeln. Beider guter Wille ist die grundlegende Basis, um gemeinsam auf dem Pfad der Liebe und Erleuchtung vorwärts zu schreiten.

Hierarchie und Macht

Wir sind nie gleich. Beide Personen sind verschiedene Wesen, besitzen ein unterschiedliches Bewusstsein und bestenfalls eine relativ nahe Übereinstimmung in Anschauungen und Grundsätzen. Je ähnlicher wir sind, desto harmonischer wird die Beziehung verlaufen. Nur die Liebe vermag jedoch die Unterschiede in Harmonie zusammenführen, sodass eine Liebesbeziehung (Freundschaft) entstehen wird.

Wo genügend Liebe vorhanden ist, werden auch die größten Bewusstseinsunterschiede überbrückt, sodass im Laufe der Zeit durch die Intuition ein gemeinsamer Himmel entstehen kann.
Wo es jedoch an Liebe mangelt, werden Bewusstseinsunterschiede und charakterliche Mängel sofort zu einer Schwierigkeit, der meist Machtkämpfe folgen. Die natürliche Ordnung, die durch den Bewusstseinsunterschied gegeben ist, wird in der Regel vom weniger Bewussten nicht angenommen, sondern erweckt beim Ego des Anderen Widerstand. Er fordert den anderen bewusst, oder unbewusst heraus. Er beansprucht etwas, das in Wirklichkeit nicht angemessen ist und zwingt wiederum den Anderen seinen Wert klarzustellen.

Entstehen in Beziehungen Machtkämpfe besteht entweder gegenseitige Ablehnung, aufgrund des negativen Karma, das Beide miteinander verbindet, und oder es mangelt an der nötigen Liebe, dem notwendigen Bewusstsein, als auch an moralischer und psychologischer Entwicklung.
Machtkämpfe sind in der Regel die Folge dessen, dass einer, oder Beide, nicht genügend lieben beziehungsweise zur notwendigen Liebe für eine glückliche Beziehung nicht fähig sind. Einer, oder beide in der Beziehung, wollen dem Anderen nicht aus Liebe selbstlos dienen und von sich aus dessen Wohl und dessen Glück an die erste Stelle setzen, sondern den Anderen aufgrund seiner Defizite benützen. Es spielt hierbei keine Rolle, ob dies bewusst, oder unbewusst geschieht.