Die Frage nach dem persönlichen Gott

“Moin Frank,

erkläre mir doch bitte einfach mal den Unterschied eines persönlichen und unpersönlichen Gottes aus Deiner Erkenntnis! Vielleicht hakt bei mir etwas. Wenn die Freimaurer behaupten er wäre unpersönlich, kann er ja fast nur persönlich sein ;-).”

Diese Mail mit folgender Frage erhielt ich dieser Tage von einem Deutschen. Ich betone natürlich bewusst, dass er in Deutschland geboren wurde und dort auch lebt, weil ich im ersten Moment mich fragte, was an dem Unterschied nicht klar ist.

Als ich nachdachte, wie er dazu kommt, diese Frage zu stellen, die sich aus einer Konversation zwischen uns beiden ergeben hat, wurde mir einmal mehr bewusst, dass der angeborene Idealismus, der Teil der Geisteskultur der Deutschen ist, nur eine Gottesvorstellung zulässt, in welcher Gott vollkommen und allmächtig ist.

Ein Gott der Deutschen könnte und dürfte auf keinen Fall ein unvollkommener Gott sein. Da er vollkommen sein muss, ist er ein toter Gott. Kein Wunder, dass Nitzsche, einer der bedeutendsten deutschen Philosophen, postulierte: “Gott ist tot”.

Ob der vollkommene Gott oder Nitzsches vollkommener Übermensch, sobald etwas dem Wortsinn entsprechend tatsächlich vollkommen wäre, kann es nicht mehr lebendig sein und existieren. Im ganzen Kosmos existiert nichts Vollkommenes.
Ein Kennzeichen des Lebendigen ist Bewusstseinsentwicklung. Das Lebendige expandiert in alle Ewigkeit in seinem Bewusstsein. Was vollkommen ist, kann sich gar nicht mehr entwickeln. Das Vollkommene gibt es nur als Ideal, jedoch nicht in der Realität.

Vollkommenheit gibt es nur abstrakt, also theoretisch, jedoch nicht real. Die Beziehung des Ideals zur Realität ist und bleibt abstrakt, denn jedes Wesen, egal ob verkörpert oder nicht verkörpert, ist ein einzigartiges individuelles unvollkommenes Wesen mit persönlichem Charakter und Bewusstsein, sowie dies auch Gott Vater, unser Schöpfer, ist, der die ersten Geister aus seinem Geiste schuf.

Gott ist daher nicht allmächtig und vollkommen und doch wundertätig, weil er ein Wunder ist.
Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbilde, ausgestattet mit einem freien Willen und mit denselben göttlichen Gaben veranlagt, wie er selbst. Der Mensch muss diese nur entwickeln.

Gott, Götter und Menschen und Außerirdische

Gott und die Menschen

Diese Vorstellung eines unvollkommenen Schöpfergottes geht in den idealistischen Geist eines Deutschen kaum hinein. Das macht ihm Angst. Das darf nicht sein. Ein unvollkommener Gott, der vielleicht Fehler hat und trotzdem steht er über mir? Ein Gott, der möglicherweise über uns richtet und urteilt, der uns lehrt was gut, moralisch, rein und edel ist und was verwerflich und satanisch ist? So einen Gott darf es auf keinen Fall geben.
Was wenn unsere Kirchenspaltung eine Sünde war? Wenn Gott sagen würde, dass wir geirrt haben?
Was wäre, wenn Gott nationalistisch und patriotisch denkt, Leistungsorientiert ist, nicht woke, Impfgegner wäre, oder meine ganz persönliche Art, wie ich als Mensch geworden bin, einfach ablehnt.

Nein, nein, nein und nochmals nein. Unser Gott liebt alle Menschen, egal ob sie gut sind oder willentlich Böses tun. Deswegen dürfen bei uns ja die Mörder und Messerstecher aus aller Welt herein und wir zahlen ihnen auch noch ein Bürgergeld, weil wir so edel und vollkommen handeln.
Der Protestantismus und seine Relativierung der Wahrheit ist bis in die letzte Fuge der deutschen Mentalität eingesickert.

Deswegen gibt es für das Deutsche Volk keinen persönlichen Gott mehr. Ihre Seele erzittert bei dieser Vorstellung, dass sie die letzten Jahrhunderte auf einem “vollkommenen geistigen Irrweg” unterwegs waren. Der Deutsche Idealismus ist ein Produkt der Verstandesüberbetonung bei gleichzeitiger Gefühlsarmut im Deutschen Volk.

Bei Nitzsche ist Gott tot und bei Kant wird er von der Vernunft zu einem Kastraten gemacht. Der Gott der Deutschen darf alles andere, nur nicht persönlich lebendig sein, denn dann würde ihre ganze Scheinheiligkeit in sich zusammenbrechen.

Dieser Vollkommenheitsanspruch an Gott entspringt in Wirklichkeit dem entstandenen Glaubensabfall. Der Zugang und die Verbindung zur Seele wurden dadurch in Folge in der deutschen Kultur immer stärker unterdrückt.
Denken sie nur an die deutschen Tugenden, die durchwegs saturnischer Natur sind. Verlässlichkeit, Gewissenhaftigkeit, Fleiß, Ordnung…….Humor? Lebensfreude? Großzügigkeit?
Die ständige Unterdrückung der Seele durch die Rationalität, hat zu einer Erkaltung der Volksseele und kollektiver Gefühlsarmut geführt. Wer immer diszipliniert ist und seine Gefühle mit Gewalt unterdrückt, der wird eines Tages ganz verrückte Dinge tun, die absurd und irrrational sind, wie zum Beispiel die derzeitige Selbstzerstörung, die inzwischen ganz Europa erfasst hat.

Dieser kollektive Glaubensabfall macht große Teile der deutschen und europäischen Bevölkerung auch so anfällig für alle kollektivistischen atheistischen Ideale, die man uns durch den Sozialismus oder Kommunismus aufschwatzen will. Man sucht verzweifelt nach Lösungen, die für alle gerecht sind, erschafft ein Monstrum von Staat, der Gott ersetzen soll und zerstört dabei die Individualität und Schöpferkraft des einzelnen Menschen, indem man ihn zu einer Nummer macht, der nichts gehört und über die der Staat verfügen kann.

Gott inkarniert

Gott ist ein persönliches Wesen wie ein jeder von uns. Deswegen geht es in allem, um unsere persönlichen Beziehungen. Es geht um unsere persönliche Beziehung zu Gott, die wir zuerst in Geist und Seele entwickeln, bis sie sich eines Tages konkret realisieren wird.

Wir sind nach Gottes Ebenbilde erschaffen. Was ist daran schwer zu verstehen? Gott ist ein lebendiges Wesen wie jedes andere Wesen. Er hat Gedanken und Gefühle wie jedes andere Wesen. Er verkörperte bereits wie jeder andere Mensch.
Das Vollkommene an Gott ist das Wunder, der Ungeborene zu sein. Das Vollkommene an ihm ist die Wahrheit, dass er Gott, der Schöpfer des Universums ist. Das Vollkommene an ihm ist, dass niemand anderer Gott ist, doch alle durch den Heiligen Geist, wie durch ein Wunder an seinem Bewusstsein teilhaben können. Wer an Gott glaubt, entwickelt sein Bewusstsein mit Gott und wird erleuchtet.

Krishna teilt Arjuna mit, dass er die Verkörperung des höchsten Gottes ist, der das Universum erschaffen hat

Die Konsequenz des rechten Glaubens

Weshalb bekämpfen Freimaurer, Satanisten und alle anderen Antichristen mit Vehemenz die Wahrheit, dass es Gott persönlich gibt?

Solange es Gott persönlich nicht gibt, kann man alles relativieren. Jeder kann sich für Gott halten, oder dafür ausgeben.
Jeder kann sich auf seine Art und Weise für sein Handeln rechtfertigen und behaupten, dass so wie er das sieht, moralisch richtig ist, obwohl er zum Beispiel eine böse Absicht hatte und bewusst Böses getan hat.
Wem steht es zu darüber zu urteilen, was moralisch richtig oder falsch ist, wenn es keinen persönlichen Gott gibt?  Existiert jedoch ein persönlicher Gott, dann weiß der Sünder tief in seinem Inneren, dass er irrt, wenn er Böses tut und nicht nur das Karma eines Tages ernten wird, sondern sich für sein Handeln vor Gott und der Vorsehung rechtfertigen wird müssen.

Der Stolz, die Eifersucht, der Hass, die Gier, die Eitelkeit und viele andere Untugenden, die der Mensch im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat, stehen ihm jedoch im Weg, um wie ein edler Ritter vor Gott zu knien und sich ihm anzuvertrauen und sein Leben für ihn hinzugeben, um seinen Willen auf Erden zu unterstützen, wie dies sein Sohn Jesus tat.

Da es einen persönlichen Gott gibt, stünde eigentlich ihm der Thron zu, um diese Welt zu regieren. Die gefallenen Engel denken jedoch nicht im Traum daran, sondern führen stattdessen einen Krieg gegen Gott und die Menschheit. Sie wollen Gott und den Menschen Fesseln anlegen.

Wer wirklich um die Existenz des persönlichen Gottes weiß, der muss sich ernsthaft mit der Frage auseinandersetzen, wie Gott über ihn denkt. Wirklich an einen persönlichen Gott zu glauben, löst einen gewaltigen Konflikt in der Seele des Menschen aus.
Alle Schattenseiten, die er noch besitzt, werden sich aufbäumen und gegen seine Hinwendung zu Gott protestieren, denn wenn er einmal wieder an Gott glaubt, über den kommt im Laufe der Jahre der Heilige Geist. Wenn der Mensch wirklich an Gott glaubt, dann wächst in ihm ein Licht und eine Kraft heran, die alles im Leben klärt, Verborgenes offenbart und das Finstere aufdeckt und vertreibt.

Mit einem persönlichen Gott gibt es eine Unterscheidung zwischen richtig und falsch. Nichts lässt sich mehr relativieren. Ebenso endet sofort die menschenverachtende Gleichmacherei aller linken Philosophien, die den Atheismus postulieren, doch in Wirklichkeit nur Werkzeuge und geistige Waffen derjenigen sind, die Gott und die Menschheit bekämpfen.