Aus der Weltraumperspektive

Je öfter Sie die Welt in ihrem Geiste von oben betrachten, desto sicherer und selbstverständlicher wird dieser geistige Blick auf die Erde. Für gewöhnlich blickt der Mensch horizontal und nicht vertikal. Die Vogelperspektive auf unser Leben oder das anderer Menschen erschließt uns im Laufe der Zeit eine neue Wahrnehmung.

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Gewöhnen Sie sich an, dass wenn sie über etwas nachdenken, die Dinge in sich auch immer aus der Vogelperspektive betrachten. Man lernt das Ganze zu sehen und wahrzunehmen. Man sieht das, was verursacht und im Geiste bewegt. Man wird losgelöster von seinem Ego.
Je öfters man sein eigenes Leben aus der Vogelperspektive meditativ betrachtet, desto mehr Ahnung und Wissen erhält man unter anderem auch über die Zukunft, da diese Perspektive Zeit und Illusionen auflösend wirkt. Man sieht sich selbst und sein Werk aus einem Abstand, der mehr Ehrlichkeit erlaubt und mehr Wahrheit verträgt.

Geistiges Zoomen

Wenn Sie im Geiste in ihrer Position der Vogelperspektive ruhen, dann konzentrieren Sie ihren Geist auf eine Person auf der Erde. Das können auch jederzeit sie selbst sein, solange sie nicht schizophren deswegen werden.
Nun zoomen Sie durch Konzentration auf diese Person, sich geistig zu dieser Person. Sie bauen eine Verbindung auf, indem Sie sich nur für den Geist dieser Person interessieren. Alles andere wird vollkommen ausgeblendet in ihrem Geist. Sie bleiben ausschließlich auf den Geist dieser Person konzentriert. Dann schauen und hören Sie, was in ihrem Geiste aufsteigt. Stellen Sie auch eine Frage, um zu beobachten, ob Sie eine Antwort erhalten.

Haben Sie Geduld. Erinnern Sie sich immer wieder an diese Übung, denn sie ist eine Vorbereitung auf ein intuitives Bewusstsein, welches im Geiste schaut und in der Seele wahrnimmt, nicht mit den Sinnesorganen und dem logischen Verstand. Es wird zu einer Schau auf die Ursachen und einem Verstehen für das sich daraus bildende Schicksal.

Diese Schau erzeugt auch für unser eigenes Leben Ruhe und schenkt uns den nötigen Abstand zu unserer eigenen Person, um über unser Schicksal zu reflektieren und unsere Mission zu verstehen.

Für den Astrologen

Auch der Astrologe bedient sich im Laufe der Zeit immer öfters dieser Schau, um Ereignisse und Biografien von Menschen zu überblicken und zu verstehen. Die Vogelperspektive löst uns von der materiellen Anhaftung unseres Verstandes und unserer Sinnesorgane. Man sieht die Ursachen, die letztendlich auch in Form von Entscheidungen und Handlungen dieses Menschen in Erscheinung treten werden.
Wenn wir auf eine Radix blicken und über Transite oder sonstige Auslösungen nachdenken, dann nehmen wir im Grunde auch immer eine Vogelperspektive ein. Je mehr diese Vogelperspektive verinnerlicht wird, je geläufiger die astrologische Sprache für den Astrologen geworden ist, desto intuitiver wird er, je nach Fragestellung, unmittelbar zu den geistigen Ursachen vordringen, die unter der jeweiligen Zeitqualität wirksam sind.

Bewusstseinsversetzung

Je fortgeschrittener jemand in dieser geistigen Übung wird, desto leichter vereint er sich, sofern er wollte, direkt im Geiste mit dieser Person. Um jedoch die Illusion des Raumes zu überwinden, muss unser Geist zuvor alle räumlichen Vorstellungen spielerisch meistern.